Die Behandlung von Adipositas

Die Basis für das interdisziplinäre Behandlungskonzept des Adipositas-Zentrums an der Beta Klinik bilden die Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V.: „Prävention und Therapie der Adipositas“ und die „Evidenzbasierte Leitlinie Chirurgische Therapie der extremen Adipositas (Deutsche Gesellschaft für Chirurgie der Adipositas, Deutsche Adipositas Gesellschaft)“.

Jede Behandlung beginnt grundsätzlich mit einem ausführlichen Erstgespräch, gefolgt von einem Check-up, bei dem typische Begleiterkrankungen, wie Diabetes, hoher Blutdruck, Hormon-, Wirbelsäulen-, Gelenk- und Herzerkrankungen gründlich abgeklärt werden. Im Anschluss besprechen die Therapeuten mit dem Patienten, welche Behandlungsmöglichkeiten im individuellen Fall sinnvoll sind. Sowohl in die Diagnostik als auch Behandlung ist ein Team von Ernährungswissenschaftlern, Psychologen, Orthopäden, Kardiologen, Physiotherapeuten und Chirurgen involviert.

Neben den konservativen Methoden gibt es auch noch andere Verfahren wie die Magenballonimplantation oder Operationen. Sollten diese Verfahren sinnvoll sein, besprechen wir sie ausführlich mit dem Patienten und wählen gemeinsam die optimale Behandlung aus.

Adipositas-Behandlung-Bauch

Magenballonimplantation

Der Magenballon kann ab einem BMI (Body-Mass-Index) über 27,0 kg/m2 indiziert sein. Er ist ein kleiner, weicher, mit Kochsalzlösung gefüllter Silikonballon, der zeitweilig in den Magen gebracht wird. Der Ballon füllt den Magen zum Teil und es stellt sich schnell ein Sättigungsgefühl ein.

Dadurch wird es für die Patienten einfacher, Ess- und Lebensgewohnheiten zu ändern, so dass auch nach der Entnahme des Ballons das Gewicht leichter gehalten werden kann. Bis zu 15 bis 20 Kilogramm können die Patienten so verlieren.

Begleitend zu der Implantation und der notwendigen Nachsorge gibt es eine Ernährungs- und eine Sportberatung.

Behandlung-Adipositas-Magenbypass

Magenbypass

Bei einem Magenbypass werden die Nahrungsrestriktion und die Malabsorption kombiniert. Der Magen wird geteilt, dabei entstehen eine kleine Magentasche (Magenpouch) und ein größerer, funktionstüchtiger Restmagen. Die Magentasche kann nur wenig Nahrung aufnehmen und ist schnell gefüllt. Dadurch werden die Rezeptoren aktiviert, die dem Gehirn Sättigung signalisieren. Sie haben das Gefühl, schneller und länger satt zu sein. Außerdem wird der Dünndarm so umgeleitet, dass die Verdauungssäfte aus der Leber (Galle) und Bauchspeicheldrüse erst auf die Nahrung treffen, wenn diese bereits einen Teil des Dünndarms passiert hat. Ein Teil der Nährstoffe und Kalorien wird nicht verdaut, sondern verlässt den Körper mit dem Stuhl. Dadurch werden allerdings auch wichtige Mineralien und Vitamine nicht mehr komplett aufgenommen. Sie müssen auch bei ausgewogener Ernährung auf Dauer zusätzlich eingenommen werden.

Behandlung-Adipositas-Gastric-Sleeve-Verfahren

Operation bei Übergewicht
Gastric-Sleeve-Verfahren

Die Beta Klinik beherrscht alle etablierten Operationsmethoden wie die sogenannte „Gastric-Sleeve“-Operation (Magenschlauch), die klassische Magenbypassoperation und den Mini-Bypass (Omega-Loop-Bypass. Alle Operationen werden in modernster minimal-invasiver Operationstechnik (Schlüssellochoperation) durchgeführt. Operationen kommen jedoch erst ab einem BMI von 35 zum Einsatz.

Bei der Schlauchmagen-Operation (Gastric Sleeve-Operation) wird der größte Teil des Magens entfernt, so dass nur noch ein schlauchförmiger Restmagen verbleibt. Dieser Restmagen kann nur wenig Nahrung aufnehmen. Der Patient fühlt sich schneller gesättigt. Zudem wird durch dieses Operationsverfahren der Teil des Magens entfernt, in dem das Hormon Ghrelin gebildet wird, welches für das Hungergefühl verantwortlich ist. Dadurch haben Sie zumindest in der ersten Zeit ein geringeres Hungergefühl und seltener Heißhungerattacken.