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Dekompression / Mikrolaminektomie

 Bei der sogenannten Dekompression werden die verdickten und hervorstehenden Knochen- und Bänderformationen entfernt und der normale Durchmesser des Spinalkanals wiederhergestellt. Die Dekompression ist ein minimal-invasiver Eingriff und kann im Einzelfall bei Risikopatienten auch unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden. In der Regel wird der Eingriff jedoch in einer sehr schonenden Vollnarkose durchgeführt.

Zur Behandlung wird ein spezielles neurochirurgisches Mikroskop eingesetzt. Mit Mikrofräsen wird wie beim Zahnarzt der überstehende Knochen Millimeter für Millimeter abgetragen, bis die Nerven wieder ausreichend Raum haben. Dies erfolgt je nach Ausmaß der Stenose entweder ein- oder beidseitig. Dabei wird die Stabilität der Wirbelsäule nicht gefährdet. Bei einer Etage ist ein Schnitt von etwa 3-5 cm von hinten notwendig. Falls bereits eine zusätzliche Instabilität (Gleitwirbel) vorliegt, können die Wirbel mit einem Band (aus körperfreundlichem Kunststoff) stabilisiert werden. In beiden Fällen kann der Patient 2 Stunden nach dem Eingriff wieder stehen und gehen und normalerweise nach 2 Tagen die Klinik wieder verlassen.

 

Erforderliche Nachbehandlung und Rehabilitation
Einen Tag nach der mikroskopischen Dekompression werden die Patienten erneut untersucht und beraten. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, sollten die Patienten ca. 2 Wochen nach dem Eingriff mit der Physiotherapie beginnen. Anleitungen zum richtigen und rückenschonenden Verhalten sowie zur Physiotherapie werden besprochen und dem Patienten mitgegeben. Die Physiotherapie kann in der Beta Klinik oder im Heimatort des Patienten ambulant durchgeführt werden. Für Rückfragen stehen die Physiotherapeuten und Krankengymnasten der Beta Klinik gerne jederzeit zur Verfügung. Bei einem Kontrolltermin 3 Monate nach der Dekompression werden die Patienten neurologisch-orthopädisch untersucht. Ein zuvor angepasstes Korsett muss ca. 2–3 Wochen nach der mikroskopischen Dekompression getragen werden.

Erfolgsquote
In mindestens 85% der Fälle kann ein ausgezeichnetes oder sehr gutes Ergebnis erreicht werden. Die Genesungszeit beträgt allerdings mehrere Wochen, da bei Patienten mit einer Wirbelkanalstenose die Rückenmarksnerven über einen längeren Zeitraum eingeklemmt waren.

 

Spacer der Spreizer, das interspinale Implantat

Bei nicht so hochgradigen Stenosen und/oder Patienten, für die eine Operation unter Vollnarkose zu gefährlich ist, kann als „minimalster“ Eingriff ein Spacer, ein kleines Metallimplantat, zwischen die Dornfortsätze der Wirbel in Höhe der Spinalkanalstenose eingesetzt werden. Der Spacer führt zu einer Erweiterung des Spinalkanaldurchmessers und kann die Beschwerden bereits beseitigen.
Der perkutane Spacer-Eingriff kann ambulant in örtlicher Betäubung durchgeführt werden.

 

 

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