Erkrankungen Gynäkologie und Senologie

Unser Schwerpunkt bei der Behandlung von gynäkologischen Erkrankungen ist die Behandlung von Brusterkrankungen und hier insbesondere von Brustkrebs (Mammakarzinom).

Brustkrebs (Mammakarzinom)

Beim Mammakarzinom, auch Brustkrebs genannt, handelt es sich um eine bösartige Neubildung der Brustdrüse (Brustkrebs). Das Mammakarzinom ist mit etwa 70.000 Neuerkrankungen pro Jahr die häufigste Krebserkrankung der Frau.

Symptome Brustkrebs (Mammakarzinom)

Die Brustkrebserkrankung ist in den meisten Fällen vollständig schmerzlos. Damit ist sie von gutartigen Brusterkrankungen wie Zysten, Entzündung oder Lipomen zu unterscheiden, die häufig druckempfindlich oder sogar schmerzhaft sind. Man sollte die Brust im Stehen und im Liegen untersuchen. Meist sind Veränderungen wie Hauteinziehungen oder Vorwölbungen mit erhobenen Armen deutlicher zu sehen. Insbesondere wenn die Haut nass ist, kann ein Tumor gut getastet werden. Daher empfiehlt sich eine Tastuntersuchung unter der Dusche mit etwas Seife.

Zeichen für das Vorliegen einer Brustkrebsvorstufe kann auch die einseitige Mamillensekretion (Flüssigkeit aus der Brustwarze) sein. Die Brust ist ein hormonsensibles Organ, das zyklusabhängigen Veränderungen unterliegt. Somit kann es sein, dass Knoten der Brust nach der Regelblutung nicht mehr tastbar sind. Wenn eine Veränderung länger als 4-6 Wochen besteht, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.

Die Symptome des Brustkrebses/des Mammakarzinoms und von Brustkrebsvorstufen im Überblick

  • Knoten, Tumor
  • Rötung
  • Schwellung
  • Hauteinziehung
  • Flüssigkeit aus der Brustwarze (einseitig)
  • Einziehung der Brustwarze (neu aufgetreten)
  • neu aufgetretene Deformität

Ursachen Brustkrebs (Mammakarzinom)

Wie bei vielen anderen Krebserkrankungen auch, ist die Ursache für die Entstehung von Brustkrebs noch unklar. Risikofaktoren für ein Mammakarzinom sind:

  • Aufgetretenes Mammakarzinom in der eigenen Krankengeschichte
  • Aufgetretenes Mammakarzinom in der familiären Krankengeschichte
  • Mutation der Gene BRCA1/BRCA2
  • duktales Karzinom in situ (DCIS, Krebs der Milchgänge), lobuläres Karzinom in situ (LCIS, Krebs in den Brustdrüsenläppchen) in der eigenen Krankheitsgeschichte
  • proliferative Mastopathie (gutartige Drüsengewebsveränderungen) ohne und mit Atypien
  • Menarche (1. Regelblutung) vor dem 12. Lebensjahr
  • Menopause (letzte Regelblutung) nach dem 52. Lebensjahr
  • Nulliparität (keine Geburten)/späte Erstparität (erste Geburt) > 30. Lebensjahr
  • Adipositas (Fettleibigkeit), Rauchen, Alkohol
  • Diabetes
  • Oligomenorrhoe (zu seltene Menstruationsblutung)
  • mammografisch dichte Brust

Diagnostik Brustkrebs

Die beste Möglichkeit, den Brustkrebs möglichst früh zu erkennen, erfordert den Einsatz verschiedener Untersuchungsverfahren. Wie bei einem Mosaik, wird aus jedem diagnostischen Verfahren abschließend ein vollständiges Bild.

  • Selbstuntersuchung der Brust
  • Facharztuntersuchung
  • Mammografie
  • Mammasonografie (Ultraschall)
  • ggf. auch Kernspintomografie (MRT)

Jede Untersuchungsmethode kann unterschiedliche Fragen beantworten. Als alleinige Untersuchung konnte nur die Röntgenuntersuchung der Brust (Mammografie/Tomosynthese) zeigen, dass sie den Brustkrebs im Frühstadium diagnostiziert und damit die Rate der Brustkrebsmortalität senkt.

Therapie

Die Behandlung von Brustkrebs ist immer ein multimodales Therapiekonzept. Welche Therapie, in welcher Reihenfolge erforderlich ist, muss für Sie ganz individuell angepasst werden. Folgende Therapieoptionen werden eingesetzt:

  • Operation
  • Medikamente
    • Chemotherapie
    • (Anti-)Hormontherapie
    • Antikörpertherapie
  • Bestrahlung