Strahlentherapie

Beim Konzept der brusterhaltenden Therapie ist die Bestrahlung, auch Radiotherapie genannt, der gesamten Brust unerlässlicher Bestandteil. Heutzutage gelingt es, die Strahlen gezielt und unter größtmöglicher Schonung von gesundem Gewebe gegen Tumorzellen einzusetzen.

Vorgehen

Grundsätzlich gilt für die postoperative Bestrahlung, dass sie nach abgeschlossener Wundheilung, jedoch spätestens 6-8 Wochen nach der Operation beginnen sollte. Die Standardbehandlung der Brust erfolgt an 5 Werktagen, mit einer täglichen Einzeldosis über einen Zeitraum von mindestens 5 Wochen. Wird eine Dosiserhöhung in der Tumorregion angestrebt (Boost-Bestrahlung), verlängert sich die Behandlungsdauer um etwa 1-2 Wochen.

Hypofraktionierung

Eine neue Möglichkeit zur Standardbehandlung ist die sogenannte Hypofraktionierung. Bei diesem Vorgehen wird die tägliche Einzeldosis erhöht und die Gesamtdosis verringert, somit verkürzt sich die Gesamtdauer der Bestrahlungsbehandlung um etwa 2 Wochen.

Nebenwirkungen Strahlentherapie

Das Ausmaß der Nebenwirkungen der Bestrahlung/Radiotherapie ist abhängig von der Einzeldosis, der Gesamtdosis, dem Behandlungsvolumen und dem Behandlungszeitraum.

Die bestrahlte Haut kann ähnlich wie bei einem Sonnenbrand reagieren, sich röten oder austrocknen. Diese Beschwerden verschwinden kurze Zeit nach Bestrahlungsende wieder.

Als Spätreaktion kann sich die Haut im Bestrahlungsfeld leicht verfärben (Hyperpigmentierung) oder das Unterhautgewebe kann sich verhärten.

Empfehlungen für die Zeit der Bestrahlung

  • versuchen Sie so normal wie möglich zu leben, machen Sie öfters Pausen und schlafen Sie, wenn Sie müde sind
  • soweit Sie können, viel Bewegung und leichte Sportarten
  • verzichten Sie auf BH´s mit Metallbügel oder Spitze, diese können reiben oder scheuern
  • verzichten Sie auf Saunabesuche oder Solarium
  • schützen Sie die bestrahlte Haut während der Strahlentherapie vor direkter Sonneneinstrahlung