Leistungsspektrum Nasenerkrankungen

Nasenatmungsbehinderung

Neben der Funktion des Riechens hat die Nase und deren Nasennebenhöhlen die Aufgabe, die eingeatmete Luft anzufeuchten, zu erwärmen und zu reinigen. Wenn allerdings etwa durch anatomische Veränderungen der inneren oder äußeren Nasenstruktur oder durch Allergien eine Behinderung der Nasenatmung auftritt, kann dies zu Befindlichkeitsbeschwerden und zu einer Reduzierung der allgemeinen Lebensqualität führen.

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Symptome Nasenatmungsbehinderung

Das häufigste Symptom der Nasenatmungsbehinderung ist das nächtliche Schnarchen, gefolgt von Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Unausgeschlafenheit und nicht zuletzt die psychische Belastung des Partners oder der Partnerin. Allerdings kann die Nasenatmungsbehinderung auch bei sportlichen Aktivitäten oder bei bestehenden Allergien, wie z. B. Heuschnupfen, eine Reduzierung der Lebensqualität nach sich ziehen.

Die Symptome der Nasenatmungsbehinderung im Überblick:

  • nächtliches Schnarchen
  • Kopfschmerzen
  • trockener Hals (evtl. Räusperzwang)
  • Riechstörungen
  • chronischer und länger anhaltender Schnupfen
  • chronisches Schlafdefizit
  • Beziehungsprobleme

Ursachen Nasenatmungsbehinderung

Veränderungen der anatomischen Verhältnisse der inneren oder äußeren Nase können im Rahmen der Nasenatmungsbehinderung sowohl angeboren als auch erworben sein, z. B. durch ein Unfallgeschehen. Auch Allergien, wie z. B. der Heuschnupfen, können durch eine erhöhte Schleimproduktion der Nase eine mechanische Blockierung der eingeatmeten Luft bei vorhandener anatomischer Veränderung eine Verengung der Nase hervorrufen. Weiterhin besteht die Möglichkeit, dass krankhafte Veränderungen der Nasennebenhöhlen (z. B. bei Allergien) in Form von Schleimhautzysten oder -polypen eine vermehrte Schleimproduktion bedingt.

Die Ursachen der Nasenatmungsbehinderung im Überblick:

  • Nasenscheidewandverbiegung
  • vergrößerte Nasenmuscheln
  • chronische Nasennebenhöhlenentzündungen (z.B. Zysten, Polypen)
  • Allergien
  • Schiefnase

Diagnostik Nasenatmungsbehinderung

Neben der HNO-ärztlichen Spiegeluntersuchung und der Nasenendoskopie zählen zur weiteren diagnostischen Abklärung der Nasenatmungsbehinderung die Sonografie und sowohl die Computer- (CT) und digitale Volumentomografie (DVT) als auch die Kernspintomografie (MRT) als schonende Untersuchungsverfahren zur bildgebenden Diagnostik. Mit Hilfe dieser Verfahren kann gezielt die richtige Therapie (konservativ oder operativ) diskutiert und eingeleitet werden.
Bei dem Verdacht auf Allergien finden Testverfahren wie PRICK (Haut) und RAST (Blut) Anwendung. Bei Verdacht auf eine Keimbesiedelung ist ein Abstrich der Nasenschleimhaut zur mikrobiologischen Analyse in Erwägung zu ziehen.
Kommt es zu nächtlichen Atemaussetzern und besteht eine morgendliche Unausgeschlafenheit bzw. Leistungsschwäche, ist eine Schlaflaboruntersuchung indiziert.

Die Diagnostikverfahren bei Nasenatmungsbehinderung im Einzelnen:

  • HNO-Spiegeluntersuchung
  • Nasenendoskopie
  • Sonografie
  • Computer-Tomographie (CT)
  • Digitale Volumentomographie (DVT)
  • Kernspintomographie (MRT)
  • Mikrobiologie
  • Allergieausstestung (PRICK und RAST)
  • Schlaflabor

Therapie Nasenatmungsbehinderung

Im Allgemeinen sollte bei der Nasenatmungsbehinderung und generell bei Erkrankungen die Ursache therapiert werden und nicht die Symptome. Wenn also eine Allergie vorliegt, kann eine Desensibilisierung erfolgen. Wenn eine anatomische Veränderung die Hauptursache der Nasenatmungsbehinderung darstellt, kann ggf. eine operative Korrektur eine Verbesserung oder Bereinigung der Beschwerden erzielen. Zusammenfassend ist festzustellen, dass erst nach erfolgloser konservativer (nichtoperativer) Therapie eine operative Maßnahme erfolgen sollte. Eine operative Maßnahme, die zum Einsatz kommen kann, wenn die Nasenscheidewand die Nasenatmung signifikant behindert, ist die minimalinvasive Nasenscheidewandkorrektur.