Kopfschmerzen / Migräne

Kopfschmerzen sind häufig, allerdings sind die Ursachen sehr verschieden. Nicht selten erfordern sie eine gründliche, oft interdisziplinäre Abklärung z. B. durch Internisten, Neurologen, HNO-Ärzte, Orthopäden und Augenärzte.

Der akute Kopfschmerz ist vom chronischen Dauerkopfschmerz und von den intermittierenden, immer wieder auftretenden Kopfschmerzformen zu unterscheiden.

Eine wichtige Ursache des akuten, neu aufgetretenen Kopfschmerzes ist die Subarachnoidalblutung. Dabei handelt es sich um eine intrakranielle (innerhalb des Schädels gelegene) Blutung, der eine Gefäßmissbildung, ein sogenanntes Aneurysma zugrunde liegt. Die Blutung (bzw. das Aneurysma) muss unbedingt rasch behandelt werden, da hier ein lebensbedrohliches Krankheitsbild vorliegt.

Andere Ursachen eines neu aufgetretenen Kopfschmerzes können Entzündungen der Nasennebenhöhlen sein oder auch Augenerkrankungen mit Veränderung des Sehapparates.

Hirnblutungen durch eine Blutdruckkrise (Anstieg des Blutdrucks weit über bisherige Werte hinaus) verursachen ebenfalls heftige Kopfschmerzen, sind aber meist mit neurologischen Ausfällen verbunden (Lähmungen, Sprachstörungen, Sehdefekte).

Auch ein Hirninfarkt, der durch eine Ischämie, also eine Minderduchblutung hervorgerufen wird, kann sich im Einzelfall lediglich durch akute heftige Kopfschmerzen bemerkbar machen.

Ursachen des intermittierenden Kopfschmerzes sind die Migräne, die verschiedenen Formen des Gesichtsschmerzes und der Neuralgien (z.B. die Trigeminusneuralgie) oder auch mechanische Blockierungen der oberen Halswirbelsäule (z.B. die sog. Atlasblockade).

Chronischer Dauerkopfschmerz wiederum ist eine diagnostische Herausforderung und kann viele Ursachen haben, die im Einzelfall analysiert werden müssen. Es kann eine arterielle Hypertonie (Blutdruckerhöhung über Norm hinaus) sein, eine chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen und vieles andere. Dabei spielen auch psychische Faktoren eine Rolle.

Bei allen Kopfschmerzformen muss natürlich auch an einen Tumor oder eine intrakranielle, d.h. innerhalb des Kopfes befindliche Raumforderung gedacht werden. Von einer Raumforderung spricht man, wenn der Platzbedarf eines Gewebes ansteigt. Daher ist eine gründliche ärztliche Untersuchung und Anamnese-Erhebung sehr wichtig, gefolgt von den jeweils indizierten weiterführenden Untersuchungen (Labor, EEG, CT, MRT, Liquorpunktion etc.).