Beta Klinik: Besuch aus der Tiefsee

Tagtäglich werden Patienten in der radiologischen Abteilung der Beta Klinik mittels Magnetresonanztomografie (MRT) und Computertomografie (CT) untersucht. Diese Untersuchungen mit den hochmodernen Geräten der Klinik sind für die Mitarbeiter ganz alltäglich. Doch jetzt staunten sogar die sehr erfahrenen Klinikmitarbeiter, als ein kleiner Seeigel in ihr MRT und CT geschoben wurde. Genauer gesagt handelte es sich um den sogenannten „Dermechinus horridus“, einen der wohl ungewöhnlichsten in der Tiefsee lebenden Seeigel.

Dieser kleine Meeresbewohner, der sich vor allem durch seine konische Form und seine langen Stacheln auszeichnet, ist noch nicht sehr erforscht, zumindest nicht seine innere Anatomie. Und das war auch der Grund für seinen Besuch in der Beta Klinik: Radiologe Dr. Christoph Manka und sein Team hatten sich bereit erklärt, Martin Alexander Kochem, Biologie-Student der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, bei seiner Bachelor-Arbeit zu unterstützen. Sie stellten ihm für seine wissenschaftliche Arbeit ihren Computertomografen und ihren Magnetresonanztomografen zur Verfügung.

„Das ist natürlich eine Ausnahme. Aber wir fanden es selbst sehr spannend, einen so ungewöhnlichen Fall zu untersuchen, dass wir spontan unsere Hilfe zugesagt haben“, erklärt Dr. Manka das Engagement der Beta Klinik.

Nicht zuletzt aufgrund der exakten Bilder ist nun auch das Innere dieses Seeigels besser erforscht. Ein Kapitel der Bachelor-Arbeit lautet: „Beschreibung der inneren Anatomie von Dermechinus horridus mit Hilfe moderner bildgebender Verfahren.“

Auszug aus

Auszug aus der Bachelor-Arbeit von Martin A. Kochem

 

Dr. med. Christoph Manka

Dr. med. Christoph Manka