Ich hab´ Rücken und nu? Zuerst die Diagnostik, dann die Therapie!

So oder so ähnlich stellt sich mancher Patient in der Beta Klinik vor. Eins vorweg: eine Patentlösung oder Patentantwort gibt es hier leider nicht. Denn jeder Mensch ist anders und benötigt eine auf ihn zugeschnittene individuelle Diagnostik als Grundlage für eine mögliche Therapie und eben diese selbst. Doch zunächst zur Diagnostik.

Wenn ein Patient „Rücken hat“, ist es wichtig festzustellen, was die Rückenbeschwerden verursacht. Grundlage ist hier ein ausführliches Gespräch, in dem über alles Wesentliche gesprochen wird, nämlich wann und vielleicht auch wodurch die Beschwerden eingetreten sind, die bisherige Krankengeschichte, Medikamente, die körperliche und seelische Belastung, Lebenssituation, Gewohnheiten etc. In einem zweiten Schritt sollte eine neurologisch-orthopädische Untersuchung erfolgen. Hier schaut man sich an, ob und in welchem Maße Beschwerden ausgelöst werden können durch Abtasten, Klopfen, Reflextests, bestimmte Körperhaltungen usw. Wenn schon Befunde von anderen Ärzten vorliegen oder Bilder von bildgebenden Untersuchungen wie MRT oder CT, sollten diese auch ausgewertet und in Beziehung zum Gespräch und der Untersuchung gebracht werden. Wichtig ist auch, welche Beschwerden außer Rückenschmerzen auftreten. Spüren Patienten auch Schmerzen, ein Kribbeln, Ameisenlaufen oder Taubheitsgefühle in Rücken, Gesäß oder Extremitäten? Treten im Extremfall vielleicht schon Lähmungserscheinungen auf? Erst in der Zusammenschau aller Hinweise ergibt sich meist ein klareres Bild und ein deutlicherer Hinweis auf die mögliche Therapie.

Da Ärzte nicht allwissend sind und die Ergebnisse eines ausführlichen Anamnesegesprächs und einer neurologisch-orthopädischen Untersuchung nicht ausreichen können, kann es sein, dass weitere Diagnostik durchgeführt werden muss. Je nach Fall kann es ganz unterschiedlich sein, was an Diagnostik benötigt wird. Häufig hat sich die Magnetresonanztomographie, kurz MRT, als Königsweg herauskristallisiert.

Mit der MRT lassen sich Auskünfte treffen etwa über Knochen, Bänder, Muskeln, Sehnen, Weichteilgewebe, Organe und Einiges mehr. Dass sie oft als Königsweg angesehen wird, liegt wahrscheinlich auch daran, dass sie nach bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen unschädlich ist, ohne Röntgenstrahlen auskommt und in jedem Alter eingesetzt werden kann (ein paar Kontraindikationen – also Gründe, die gegen den Einsatz von MRT sprechen, abgesehen). In der MRT lässt sich die Wirbelsäule von vorne, von der Seite und im Querschnitt scannen, sodass man sich ein genaues Bild vom Ist-Zustand machen kann.

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