Minimal-invasive Visualase-Technologie bei Epilepsie

MRT-gesteuerte Laserablationstechnologie bei Epilepsie

Mit VISUALASE™ bietet die Beta Klinik als eine von derzeit drei Kliniken in Europa ein minimal-invasives Operationsverfahren zur Behandlung von Epilepsie an. Mit der Laserablationstechnologie wird bei Epilepsie-Patienten epileptisch aktives Gewebe im Gehirn schonend und präzise mit einem Laser entfernt. Die meisten Patienten können bereits am Tag nach der Behandlung entlassen werden.

Wie funktioniert die Visualase-Technologie?

Das zu behandelnde Areal wird in einer gründlichen Voruntersuchung im 3-Tesla-MRT der Beta Klinik genau definiert. Anschließend legen Epilepsie-Spezialist Prof. Dr. Christian Elger und der erfahrene Neurochirurg und Operateur Prof. Dr. med. Thomas Gasser im stereotaktischen Verfahren den genauen Zielpunkt für die Laserablation fest. Hierbei wird ein millimeterkleines Loch in den Schädel gebohrt, durch welches der Laser-Katheter und -Applikator ins Gehirn eingeführt werden.

Mithilfe dieses Applikators wird Laserenergie in den Zielbereich im Gehirn eingebracht und ein Temperaturanstieg im Zielbereich des Gehirns bewirkt. Das Hirngewebe wird dabei verödet ohne die Umgebung zu verletzen.

Die Wirkung des Lasers wird während des gesamten Eingriffs von den Experten in Echtzeit im Magnetresonanztomografen überwacht. Spezielle Sicherheitsmaßnahmen verhindern, dass der Laser zu heiß wird (unter 60 C°)  und schützen so die gesunden Areale im Gehirn vor dessen Energie.

Die Visualase-Technologie wird in den USA bereits seit mehr als zehn Jahren erfolgreich eingesetzt. Mitte 2018 erhielt das Gerät von Medtronic die CE-Kennzeichnung der Europäischen Union und darf nun auch hier eingesetzt werden.