EEG-Diagnostik (Elektroenzephalografie)

Routine-EEG, LZ-EEG, Schlafentzugs-EEG, stationäres Video-EEG-Monitoring

Durch eine Elektroenzephalografie (EEG) kann die Bereitschaft des Gehirns zu epileptischen Entladungen direkt gezeigt werden. Dazu bekommt der Patient eine Haube mit Elektroden in definierten Abständen aufgesetzt, von denen die elektrische Oberflächenaktivität der Hirnrinde über einen Wechselspannungsverstärker abgeleitet wird.

Zur routinemäßigen Ableitung bei der Fragestellung nach einer Epilepsie gehört die Aktivierung (Provokation) mit vertieftem Atmen (Hyperventilation) und Flackerlicht.

Im Rahmen der Erstdiagnostik dient das EEG vor allem der Einordnung des Anfalls bzw. der Epilepsie und der Lokalisation des Herdes bei herdförmigen Anfällen.

Bei speziellen Fragestellungen können auch Langzeitableitungen (beispielsweise über 24 Stunden, Langzeit-EEG) Schlafentzugsableitungen oder EEGs mit gleichzeitiger Videoaufzeichnung des Patienten (Video-Doppelbild-EEG) durchgeführt werden.

Durch ein frühes EEG nach einem epileptischen Anfall hat der Neurologe die Chance Veränderungen im Hirnstrombild, umschriebene Verlangsamungen oder sogar noch epilepsietypische Wellen zu sehen, die eventuell schon eine Zuordnung zu einem bestimmten Epilepsiesyndrom erlauben.