Gesund durch den Sommer mit dem richtigen Hautschutz

Er ist da – der Sommer. Mit ihm einher gehen Sonnenschein, frische Luft und der eine oder andere Sonnenbrand. Sonne und vor allem die stetige UV-Strahlung sind ein unterschätztes Risiko. Prof. Dr. med. Uwe Reinhold führt eine Praxis für Dermatologie und Allergologie in der Beta Klinik in Bonn und weiß, wie der optimale Schutz vor zu viel Sonne umzusetzen ist.

Für viele ist ein kleiner Sonnenbrand keine große Sache. „Doch das ist ein Irrtum“, sagt Prof. Reinhold. „Akute Lichtdermatose, wie der Sonnenbrand fachlich korrekt heißt, hat mitunter schwerwiegende Folgen für die Gesundheit. Zu viel UV-Licht beschleunigt die Hautalterung und begünstigt die Faltenbildung. Doch das sind nur die kosmetischen Phänomene. Viel schwerwiegender ist, dass durch zu viel Sonne und häufige Sonnenbrände bösartige Hautveränderungen entstehen können. Besonders maligne Melanome können eine Folge von zu viel Sonne sein. Und sie treten erst Jahre später auf. Doch mit der richtigen Früherkennung und regelmäßigen Untersuchungen kann das Risiko gemindert werden“, so der Experte weiter. Im Verbund der Beta Klinik unterstützen die Medizinerinnen und Mediziner nicht nur ihre Patienten, sondern beraten auch die Kolleginnen und Kollegen in Sachen Gesundheit.

„Wer in die Sonne geht, sollte seine Haut schützen. Eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor ist hierbei immer empfehlenswert, egal welcher Hauttyp man ist. Dennoch sollte man sich auch eingecremt nicht in die pralle Sonne setzen. So werden Sonnenbrände am einfachsten vermieden. Auch im Schatten ist Sonnencreme eine wichtige Vorsorge, da die UVA- und UVB-Strahlen auch dort wirken. Man merkt es eben nur nicht sofort“, erklärt Prof. Reinhold weiter. „Sonnencreme verlängert den natürlichen Schutzmechanismus der Haut um einen bestimmten Faktor. Das bedeutet, dass Sonnencreme mit LSF 30 die Eigenschutzzeit um das 30-fache erhöht. Viele Menschen cremen sich jedoch nicht stark genug ein, um diesen Schutzfaktor zu erreichen. Wer also LSF 50+ nutzt, ist auf der sichereren Seite, auch wenn die Cremeschicht nicht so dick ist. Nachcremen verlängert diesen Schutz übrigens nicht, sondern frischt ihn nur wieder auf, wenn die Creme beispielsweise runtergewaschen wurde.“

Eine Alternative zur Creme ist das Abdecken der Haut mit leichten aber dichtgewebten Stoffen. So kann kaum Strahlung durchdringen. „Nicht nur die Haut, auch Kopf und Augen brauchen Schutz vor der Sonne. Eine Kopfbedeckung mit Krempe oder Schirm schützt die sensible Haut im Nacken und auch die Kopfhaut – je nach Haardichte. Die Augen schützt man am besten mit einer Sonnenbrille.“

Wenn es doch einmal passiert ist und die Haut verbrannt, sollte man schnell handeln und die Sonne meiden. Kühlende Gels und Feuchtigkeit sind hierbei wichtig. „Denn es handelt sich hierbei immer noch um eine Verbrennung, die je nach Stärke auch zu Bläschenbildung führen kann. Spätestens dann sollte ein Arzt aufgesucht werden“, schließt der Experte.

Prof. Dr. med. Uwe Reinhold ist 1. Vorsitzender des bundesweiten Netzwerkes niedergelassener Dermato-Onkologen „Onkoderm e.V.“ und ist seit vielen Jahren regelmäßig auf der Focus-Ärzteliste der Top-Mediziner Deutschlands. 2001 wurde ihm in Wien der Deutsche Hautkrebspreis verliehen. Unter www.derma-bonn.de erfahren Sie mehr über den Experten in Sachen Hautgesundheit.

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Prof. Dr. med. Uwe Reinhold