Ich hab´ Rücken und nu? Zuerst die Diagnostik, dann die Therapie! Teil 2

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Siemens-Pressebild

Verfügt man über einen offenen Hochfeld-MRT wie in der Beta Klinik, kann man sogar schauen, wie die Wirbelsäule sich in Bewegung verhält. Hierzu legt man ein Kissen unter die Wirbelsäule im ersten Schritt und im zweiten ein Kissen unter den Bauch/Hals, um eine Bewegung nach hinten oder nach vorne nachzuahmen. Hierdurch lässt sich auch häufig der sogenannte Gleitwirbel entdecken, der aus seiner normalen Position herausgleitet und dadurch Beschwerden verursacht.

In manchen Fällen kann es auch sinnvoll sein, die CT (Computertomographie) zu verwenden, die wie die MRT auch Schichtaufnahmen der Wirbelsäule ermöglicht, ein normales Röntgenbild oder etwa eine elektrophysiologische Untersuchung. Im letzten Fall misst man mithilfe von Elektroden und elektrischen Impulsen, wie lange ein Nerv benötigt, um ein Signal an die Stelle XY weiterzuleiten. Dadurch lassen sich Aussagen darüber machen, wo vielleicht ein Nerv eingeklemmt ist, der Beschwerden hervorruft, etwa Taubheitsgefühle in den Händen oder Füßen.

Die Ärzte müssen immer eine Differenzialdiagnostik betreiben, also zwischen allen möglichen Ursachen differenzieren oder unterscheiden. Kommen die Schmerzen von der Wirbelsäule? Ist die Bandscheibe schuld? Liegt es an einer Verengung, die auf das Rückenmark, auf Nerven oder Nervenwurzeln drückt? Oder wird vielleicht nur ein Teil der Beschwerden von der Wirbelsäule, aber ein anderer von einer anderen Erkrankung verursacht? Oder, was vielleicht kaum einer bewusst wahrnimmt: werden die Beschwerden von der Psyche verursacht? Der letzte Fall ist gar nicht so selten, weil sich berufliche Belastung, Beziehungs- oder Familienstress, Depressionen und noch viele andere Faktoren auch auf die (gefühlte) Wirbelsäule auswirken können.

Sie sehen, dass der Rücken ein sehr kompliziertes und facettenreiches Wesen ist, das nicht immer so einfach zu durchschauen ist. Daher ist die Frage „Ich hab´ Rücken und nu?“ nicht immer so leicht zu beantworten. Und wenn die Diagnostik abgeschlossen und eine Diagnose gestellt ist, tut sich die nächste Frage auf: Welche Therapie bietet sich hier an? Aber das ist eine andere Geschichte.

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