Unter den Schülern gefragt – Medizinische Praktika in der Beta Klinik

Berufsorientierung ist wichtig, um die persönlichen Interessen und Stärken zu identifizieren. In verschiedenen Praktika während der Schulzeit lernen die Jugendlichen von den Profis selbst und schauen hinter die Kulissen des Unternehmens. So auch Paula. Sie unterstützte für drei Wochen im Rahmen eines Sozialpraktikums den Fachbereich Radiologie der Beta Klinik. Die Schülerin interessiert sich sehr für Medizin. „Da mein Onkel Radiologe ist, wusste ich schon ein bisschen, was mich erwartet. Aber ich finde die Möglichkeiten, Krankheiten mit bildgebenden Verfahren aufzuspüren und zu therapieren einfach total interessant und spannend.“

Bildgebende Verfahren kennenlernen

In der Radiologie von Dr. med. Bettina Wolfgarten wurde die Schülerin ab dem ersten Tag voll in den Praxisalltag involviert. „Am Anfang war es noch kompliziert, da ich die Arbeitsschritte und Fachwörter aus der Anatomie nicht kannte. Frau Dr. Wolfgarten und das medizinische Personal haben sich die Zeit genommen, mir die Abläufe und die Fachbegriffe zu erklären, sodass ich schnell gelernt habe, was Sache ist.“ In ihren drei Wochen Praktikum hat Paula viel erlebt. „Um den sozialen Aspekt meines Praktikums zu erfüllen, habe ich viel mit den Ärzten und Patienten gesprochen oder einfach nur zugehört. Ich habe live miterlebt, wie sensible und sehr persönliche medizinische Themen besprochen werden. Dabei sind mir viele Emotionen begegnet und auch die Erfahrung, wie viel kleine Gesten ausmachen,“ erzählt Paula lächelnd.

Klinikalltag hautnah: Einblicke in andere Fachrichtungen

Paula hat auch in die Nachbardisziplinen der Radiologie reingeschnuppert. Neben der Arbeit in der Diagnostik hat sie in der interdisziplinär arbeitenden Beta Klinik auch Erfahrungen im Bereich Frauenheilkunde und Chirurgie gesammelt. „Ich habe einen kompletten Behandlungsprozess bei Brustkrebs miterlebt. Das war sehr beeindruckend und respekteinflößend. Bei einer Patientin wurde mittels Sonografie und Mammografie eine Veränderung in der Brust festgestellt. Nach einer Biopsie stellte sich heraus, dass es Krebs ist. Glücklicherweise konnte er operativ und ohne Komplikationen entfernt werden. Und ich war in den ganzen Prozess integriert und habe sogar mitgeholfen, die Patientin zu betreuen und durch Gespräche zu beruhigen,“ berichtet die Schülerin. „Und als sie dann nach der Operation im Aufwachraum realisiert hat, dass der Krebs erfolgreich entfernt wurde, waren da nur noch Freude und Erleichterung. Da war auch ich stolz und bewegt, dass ich das miterleben durfte.“

Die Erfahrungen in der Beta Klinik haben Paula in ihrem Wunsch bestärkt, später in die Medizin zu gehen. „Wir freuen uns immer, wenn sich Schülerinnen und Schüler schon so früh über ihren späteren beruflichen Werdegang informieren,“ erklärt Anja Hochstädter aus der Personalabteilung der Beta Klinik. „Viele Jugendliche interessieren sich für die Arbeit in der Physiotherapie, eine Ausbildung zum Operationstechnischen Assistenten oder im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege. Nachdem ich die Unterlagen durchgesehen habe, folgt meist ein kurzes Gespräch am Telefon oder hier in der Beta Klinik. Dann loten wir beide aus, wo die Schwerpunkte des Praktikums liegen sollen. So kann ich die Schüler besser für die Unterstützung in den einzelnen Abteilungen einplanen, damit sie auch möglichst viel Praxisluft schnuppern.“

Die Ärzte der Beta Klinik freuen sich über das Interesse der Jugendlichen und verstehen sich als Mentoren, die den ersten Brückenschlag zwischen Theorie und Alltag für die jungen Menschen schlagen.