Vorsorge, Vorsorgeuntersuchungen & Check-up (Teil 2/5)

Wie im letzten Blog-Artikel angedeutet, werden Kosten für eine umfangreiche Gesundheitsvorsorgeuntersuchung, also einen Check-up nicht ohne Weiteres in jedem Fall übernommen. Zum einen ist die Kostenübernahme von gesetzlich empfohlenen, einzelnen Vorsorgeuntersuchungen abhängig, die ab einem gewissen Alter in einem bestimmten Abstand durchgeführt werden können. Hieran orientieren sich besonders die gesetzlichen Krankenkassen. Beispiele wären bei Frauen ab 20 Jahren der gynäkologische Check beim Frauenarzt oder bei Männern die jährliche Untersuchung der Genitalien und Prostata ab 45 beim Urolgen oder die jährliche Darmkrebsfrüherkennung für Frauen und Männer ab 50, um schwerwiegenden Erkrankungen frühzeitig vorbeugen zu können. Auch private Krankenkassen orientieren sich zum Teil an gesetzlich empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen (weitere Beispiele finden sich hier).

Noch mehr als die gesetzlichen Krankenkassen unterscheiden sich private Krankenkassen untereinander in den Vorsorgeuntersuchungen, die sie übernehmen. Besonders der individuelle Krankenkassentarif, zum Teil auch persönliche Vereinbarungen, die bisherige persönliche und familiäre Krankengeschichte, die Anzahl der Beitragsjahre sowie Alter und Geschlecht können neben weiteren Faktoren eine Rolle spielen. Wer sich unsicher ist, sollte sich im Individualfall bei der privaten Krankenkasse/Beihilfe informieren, bevor ein Check-up durchgeführt wird. Auf diese Weise lassen sich Kosten ausschließen, auf denen man unter Umständen sitzen bleiben könnte, weil die private Krankenkasse oder Beihilfe die Kosten für einzelne Untersuchungen nicht übernimmt.

Dass Ärzte bestimmte Untersuchungen empfehlen, die eventuell nicht von Ihrer Krankenkasse/Beihilfe übernommen werden, liegt allerdings nicht unbedingt an der Geldgier dieser Ärzte. Vielmehr spielen die oben genannten Faktoren eine Rolle. Ein zusätzlicher Faktor, der oft übersehen wird, ist auch die Tatsache, dass private Krankenversicherungen wie auch Beihilfe wirtschaftlich handeln müssen, um eine gute Versorgung für all ihre Mitglieder bzw. Empfänger sicherstellen zu können. Hier können die Meinung der Ärzte und Krankenkassen bzw. Beihilfe auseinandergehen, was im Individualfall unter Berücksichtigung der oben genannten Faktoren zum einen medizinisch und zum anderen wirtschaftlich sinnvoll ist.

Wichtig ist in jedem Fall, dass sich Patienten ggf. mit der privaten Krankenkasse/Beihilfe in Verbindung setzen, um im Individualfall abzuklären, welche Gesundheitsvorsorgeuntersuchungen übernommen werden und welche nicht. So können Sie entscheiden, ob Sie sich einem Check-up unterziehen möchten und unter Umständen auch bereit sind, Kosten selbst zu tragen.

Doch wann ist ein Check-up sinnvoll? Lesen Sie mehr zu diesem Thema im nächsten Blog-Beitrag.

Informationen zum Beta Check finden Sie hier oder schreiben Sie uns eine Mail an check@betaklinik.de.

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