Wir bilden uns weiter! Krankenpflege aus Passion

Erstklassige Medizin braucht auch erstklassige Pflege. Denn für den Erfolg der Behandlung ist die Versorgung nach Operationen und während eines Klinikaufenthalts ebenso wichtig wie die Fertigkeiten des behandelnden Arztes oder Operateurs. Der Stationsleiter der Beta Klinik in Bonn, Dennis Pastrana, kennt als Gesundheits- und Krankenpfleger diese Anforderungen. Um die Patienten aller in der Klinik angebotenen Fachrichtungen optimal betreuen zu können, hat er speziell für das Pflegeteam eine Fortbildungsreihe organisiert. Und um einen gleichbleibenden Standard zu gewährleisten und zu sichern, wurde diese bei der „Registrierung beruflich Pflegender“ (RbP) angemeldet. Durch die Teilnahme an der Fortbildungsreihe erwerben die Pflegenden der Beta Klinik Punkte, die ihnen ihre berufliche Weiterqualifizierung bescheinigen.

Großes Fachwissen erfordert umfangreiches Pflegewissen

„Hier in der Beta Klinik kommt so viel medizinisches Fachwissen zusammen. Damit wir die Patienten der 30 Fachrichtungen richtig betreuen können, haben die Klinikleitung und ich ein Weiterbildungssystem ausgearbeitet. Bei der Organisation und Umsetzung unterstützt mich meine Kollegin Linda Gersch“, erklärt Dennis Pastrana. „Die bis zu zweistündigen Lerneinheiten bestehen aus zwei Teilen: Zuerst hält ein Mediziner zu seinem Fachgebiet, einer bestimmten Operationsweise oder einer besonderen Krankheitsform einen Vortrag. Anschließend lernen wir, was von Pflegeseite besonders zu beachten ist und können gezielte Fragen stellen“, fährt der Pfleger fort.

Jeden Monat eine Fortbildungseinheit

2017 steht jeden Monat ein Spezialthema auf dem Lehrplan der Stationspflege. Einerseits sind es allgemeine Themen wie die Gesundheit des Ohrs, Aktuelles zu Allergien oder Migräne und Kopfschmerztherapie. Aber auch spezielle Neuerungen wie Errungenschaften in der Endoprothetik, die postoperative Versorgung neurologischer Patienten, die Tiefe Hirnstimulation bei Parkinson patienten oder die besondere Versorgung psychiatrisch akuter Syndrome werden vorgestellt und besprochen. „Zusammen mit den Ärzten gehen wir die einzelnen Einheiten durch und können so besser verstehen, wie es den Patienten geht, welche Behandlung sie mitgemacht haben und was sie brauchen. Denn als Pflegende haben wir sehr viel Patientenkontakt und möchten hierbei natürlich auf jeden so individuell wie möglich reagieren können.“

Ausreichende Regenerationszeiten zwischen den Schichten

Wer viel Energie in die Weiterbildung und Pflege der Patienten steckt, muss im Gegenzug auch selbst immer wieder zu neuen Kräften kommen. Das Arbeitsmodell der Beta Klinik nimmt Rücksicht auf die individuellen Arbeitsweisen und Ruhebedürfnisse des Pflegepersonals. In vielen deutschen Krankenhäusern herrscht ein Engpass an Pflegepersonal. Statistiken zur zufolge kümmert sich hierzulande im Schnitt ein Pflegender um 13 Patienten. Das führt zu einer extrem hohen Arbeitsbelastung und viel Stress für die einzelnen Mitarbeiter. „Bei uns ist die Auslastung geringer. Durchschnittlich kümmert sich ein Pfleger um fünf bis sieben Patienten,“, erzählt Dennis Pastrana aus dem Arbeitsalltag.

Krankenpflege-in-der-Beta-Klinik

Eine Pflegefachkraft in der Beta Klinik kümmert sich durchschnittlich um fünf bis sieben Patienten.

„Bei uns haben die Pflegekräfte innerhalb des Tagdienstes immer nur Früh- oder Spätschicht. Für die Nachtschichten beschäftigen wir spezielle Nachtschwestern und -pfleger, die sich ausschließlich und explizit für diese Dienstform entschieden haben. So kann jeder seinem persönlichen biologischen Rhythmus entsprechend arbeiten“, ergänzt Anja Hochstädter aus der Personalabteilung der Klinik.