Epilepsie

Epilepsie ist vielschichtig und eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen, mit vielen unterschiedlichen Ursachen. Hauptsymptom sind epileptische Anfälle, deren Phänomene sehr verschieden sein können und die – je nach Schweregrad – den Alltag der Patienten maßgeblich prägen. Starke epileptische Anfälle können im schlimmsten Fall tödlich enden und belasten Menschen gesundheitlich und sozial schwer. Aber auch kleinere Anfälle können Patienten in der Schule, im Berufs- und Privatleben sehr einschränken.

Epilepsie ist keine einheitliche Erkrankung. Sie ist vielmehr eine große Menge an zentralnervösen Störungen und Krankheiten, die alle als Leitsymptom epileptische Anfälle haben. Auch die genetische Disposition spielt dabei eine wichtige Rolle. Denn je nach Veranlagung haben Menschen mit Epilepsie früher oder später im Leben einen ersten Anfall. Ist die genetische Ursache geklärt, kann die Therapieform noch gezielter ausgearbeitet werden und Patienten mit Kinderwunsch besser beraten werden. Neben epileptischen Anfällen gibt es Krankheiten mit anfallsartigen Störungen, bei denen die Ursache keine Epilepsie ist. Dazu gehören bestimmte Störungen des motorischen Systems, Synkopen und psychische Erkrankungen. Die Unterscheidung ist oft mit großen diagnostischen Schwierigkeiten verbunden.