Ambulanz für Botulinumtoxin-Therapie in der Beta Neurologie

Es gibt zahlreiche neurologische Krankheitsbilder, deren Hauptmerkmal eine Überaktivität von bestimmten Muskelgruppen ist. Zu dieser Gruppe gehören spastische Lähmungen und Dystonien. Sie führen häufig zur Einschränkung der Beweglichkeit, schmerzhaften Verkrampfungen und dadurch zu starken Einschnitten in der Lebensqualität.

Für Patienten mit derartigen Beschwerdekomplexen bietet die Beta Neurologie eine besonders wirksame und bereits gut etablierte Behandlungsmöglichkeit an: Botulinumtoxin. Regelmäßige Injektionen dieses Neurotoxins blockieren die Übertragung der Nervenimpulse auf den betroffenen Muskel, was den Muskel gezielt schwächt und so seine Überaktivität unterbindet. Der Patient empfindet dadurch eine maßgebliche Verbesserung der Bewegungseinschränkung und nicht selten auch eine Schmerzlinderung.

Botulinumtoxin in der Neurologie

Die Therapie mit Botulinumtoxin hat in der Neurologie inzwischen eine große medizinische Bedeutung und wird bei zahlreichen Beschwerdekomplexen eingesetzt. Für den Erfolg der Behandlung ist ein Mediziner mit entsprechender Therapie-Erfahrung unerlässlich. In der Beta Neurologie führt Priv.-Doz. Dr. med. Pawel Tacik, Facharzt für Neurologie, diese Behandlung durch. Er sammelte mehr als zehn Jahre lang, unter anderem während seiner Facharztausbildung in Deutschland sowie während eines Forschungsaufenthaltes in den Vereinigten Staaten von Amerika, Erfahrungen auf dem Gebiet der Botulinumtoxin-Therapie von neurologischen Beschwerdekomplexen. Seine umfassenden Kenntnisse wurden 2009 durch den Arbeitskreis Botulinumtoxin der Deutschen Gesellschaft für Neurologie zertifiziert.

In der Ambulanz für Botulinumtoxin-Therapie in der Beta Klinik in Bonn werden von Priv.-Doz. Dr. Pawel Tacik und dem Team der Beta Neurologie alle häufigen neurologischen Indikationen abgedeckt, dazu gehören unter anderem

  • umschriebene Spastik oder ausgedehnte Spastik mit umschriebenem Schwerpunkt (nach Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, entzündlichen Erkrankungen des Gehirns und Rückenmarks, infantiler Zerebralparese).
  • Dystonien wie
    • Schiefhals (Torticollis spasmodicus, zervikale Dystonie)
    • Kraniale Dystonien (zum Beispiel Blepharospasmus – Verkrampfung der Augenlider)
    • Oromandibuläre Dystonien
    • Aktionsspezifische Dystonien (Schreibkrampf und Musikerdystonie)
    • Sekundäre Dystonien (zum Beispiel als Spätfolge von Neuroleptikaeinnahme)
  • Nicht-dystone Verkrampfung der Gesichtsmuskulatur (Spasmus hemifacialis, Fazialissynkinesien)
  • Zähneknirschen (Bruxismus) und Kieferklemme (Trismus)
  • Vermehrter Speichelfluss (Hypersalivation/Sialorrhö)
  • Vermehrtes Schwitzen (Hyperhidrose)
  • Chronische Migräne

Therapieverlauf und die weitere Behandlung

In Abhängigkeit vom Krankheitsbild werden die Injektionen unter Ultraschall-Kontrolle durchgeführt, damit die Injektionen sehr zielgenau erfolgen und dadurch die Wirkung noch weiter verbessert werden kann. Nebenwirkungen sind selten und klingen in den meisten Fällen innerhalb von wenigen Tagen oder binnen einiger Wochen vollständig ab.

Nach der Botulinumtoxin-Injektion, insbesondere gegen Spastik, soll der Erfolg der Therapie durch eine gezielte Physiotherapie gegebenenfalls unter vorübergehendem Einsatz von Hilfsmitteln weiter optimiert werden. Diese Behandlungskonzepte werden in der Beta Klinik interdisziplinär mit dem Team der erfahrenen Physiotherapeuten von Beta Sport & Reha erarbeitet.

Die Wirkung des Botulinumtoxins hält zirka drei Monaten lang an. Daher empfiehlt es sich, die Injektionen bei Priv.-Doz. Dr. Pawel Tacik alle drei bis vier Monate zu wiederholen, um die gewonnene Lebensqualität langfristig erhalten zu können.

 

Übrigens: Am 15. Juni 2019 findet eine Neurologie-Fortbildung in der Beta Klinik statt. Priv.-Doz. Dr. Pawel Tacik hält hier einen Vortrag über die Botulinumtoxin Behandlung in der Beta Klinik in Bonn. Mehr über die Fortbildung für Medizinerinnen und Mediziner lesen Sie im Blog zum Thema.

Zum Vernstaltungsflyer in PDF-Form.