Glioblastom: Ursachen, Symptome und Therapie
Gliom: Ursachen, Symptome und Therapie
Hirnmetastasen Behandlung
Hirntumor-Diagnostik mit MRT, Spektroskopie, PET & Biopsie
Hirntumor-Operation
Hirntumor: Ursachen, Symptome und Therapie
Leben mit Hirntumor: Psychoonkologie, Coaching, Ernährung
Nicht-operative Behandlungsverfahren bei Hirntumoren
Tumorrezidiv – was tun, wenn der Hirntumor zurückkehrt?
Hirnmetastasen behandeln - von singular bis multiple
Wir behandeln Hirnmetastasen aller Primärtumoren – mit einem multimodalen Ansatz aus Operation, LITT, Bestrahlung und Immuntherapie. Unser Zentrum ist mit der systemischen Krebstherapie vertraut und behält stets das Gesamtbild Ihrer onkologischen Situation im Blick.
Operative Exzellenz bei Hirnmetastasen
Das Team hat große Erfahrung in der operativen Behandlung von Metastasen. Die gleichen hochsicheren Operationstechniken, die wir für primäre Hirntumoren (Gliome) einsetzen (Wachoperationen, Mapping, Navigation), kommen auch bei Hirnmetastasen zum Einsatz. Zusätzlich nutzen wir Fluoreszin – einen Farbstoff, der spezifisch Metastasen anfärbt und ihre vollständige Resektion ermöglicht.
Ihre Kontaktaufnahme
Haben Sie Fragen oder interessieren Sie sich für eine Behandlung?
Sie erreichen uns über die Zentrale unter +49 (0)228 90 90 75 0
Zentrum für Neuroonkologische Neurochirurgie an der Beta Klinik
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Ihre Spezialisten für Hirnmetastasen – mit Erfahrung, Empathie und moderner Medizin
Mit langjähriger Erfahrung, modernsten Verfahren zur genauen Lokalisation der Hirnmetastasen und individueller Betreuung von der Diagnose bis zur Nachsorge erhalten Sie Zugang zur besten medizinischen Versorgung bei Hirntumoren und Hirnmetastasen in der Neuroonkologie der Beta Klinik Bonn:
davon über 1.000 als Wach-OP
wir haben uns auf die Überwachung wichtiger, neurologischer Funktion unter der Operation spezialisiert
für präzise, schonende Resektion auch bei schwieriger Lage
z. B. zielgerichtete Antikörper- oder Immuntherapie
medizinisch und menschlich, für Sie und Ihre Angehörigen
Inhaltsverzeichnis
Wachoperation und Mapping auch bei Metastasen
Die gleichen hochsicheren Operationstechniken, die wir für primäre Hirntumoren (Gliome) einsetzen – Wachoperationen, elektrisches Mapping, neurophysiologisches Monitoring und Neuronavigation – kommen auch bei Hirnmetastasen zum Einsatz.
Unsere Strategie bei Hirnmetastasen im Überblick:
- Wachoperation bei eloquenter Lage
Sitzt die Metastase in der Nähe von Sprach- oder motorischen Arealen, führen wir eine Wachoperation durch. Sie sind während des Eingriffs wach, damit wir kontinuierlich Ihre Sprach- und Bewegungsfunktionen testen können – genau wie bei Gliomen. - Elektrisches Mapping für motorische und sensible Areale
Auch bei Metastasen in der Nähe von motorischen oder sensiblen Regionen nutzen wir MEP- und SSEP-Monitoring sowie monopolare Stimulation, um funktionell kritische Zonen zu identifizieren und zu schonen. - FET-PET-navigierte Planung
Bei unklaren Befunden (z. B. Rezidiv vs. Strahlennekrose) nutzen wir die FET-PET, um die metabolisch aktiven Tumoranteile zu identifizieren und direkt in die OP-Navigation zu integrieren.
Doch all diese modernen Techniken entfalten ihre volle Wirkung erst dann, wenn wir den Tumor auch optisch sicher von gesundem Gewebe unterscheiden können. Hier kommt unsere besondere Expertise ins Spiel – die Fluoreszenz-geführte Chirurgie mit einem entscheidenden Vorteil gegenüber der Standardversorgung.
Fluoreszin-geführte Metastasen-OP – unsere besondere Expertise
Der entscheidende Unterschied zu Gliomen: Während wir dort auf 5-ALA setzen, verwenden wir bei Hirnmetastasen den Farbstoff Fluoreszin. Dieser reichert sich spezifisch in Metastasengewebe an und lässt den Tumor unter speziellem Licht intensiv gelb-grün leuchten – gesundes Hirngewebe bleibt dunkel.
Für die Fluoreszenz-Darstellung der Metastasen nutzen wir unser überlegenes Kopfleuchten-Lupen-System (HLLS). Die Überlegenheit dieses Verfahrens gegenüber herkömmlichen Operationsmikroskopen haben wir kürzlich wissenschaftlich belegt (Sabel, Rapp, World Neurosurgery 2025 – die Publikation).
Die Vorteile für Sie:
Die Fluoreszenz ist intensiver, die Tumorinfiltrationszone besser sichtbar. Das bedeutet für Sie eine vollständigere Resektion – bei bester Schonung gesunden Hirngewebes. So verbinden wir die Präzision des elektrischen Mappings mit der optischen Klarheit der Fluoreszenz, um Metastasen auch in schwierigsten Lagen vollständig und sicher zu entfernen.
Ihr Vorteil insgesamt:
Sie profitieren von der gleichen operativen Exzellenz und den gleichen schonenden Techniken wie unsere Patienten mit primären Hirntumoren – nur angepasst an die spezifischen Eigenschaften von Hirnmetastasen. Unser Team hat jahrelange Erfahrung mit diesem Vorgehen und führt regelmäßig komplexe Metastasen-OPs in eloquenten Arealen durch.
So deutlich werden Hirntumoren sichtbar, wenn mit Fluoreszenzfarbstoffen gearbeitet wird.
Das Titelblatt der wichtigen Studie, in der Prof Sabel und Prof Rapp zeigen konnten , dass die Lupenbrillen besser als Mikroskope die Fluoreszenz erkennen lassen.

LITT bei rezidivierenden Metastasen & Strahlennekrose – Laser für schonende & hoch effiziente Behandlung
Die LITT-Tumorbehandlung ist besonders geeignet für:
- Rezidivierende Hirnmetastasen, die nach Bestrahlung erneut auftreten
- Strahlennekrosen – therapiebedingte Veränderungen, die im MRT wie ein Tumor aussehen, aber keine aktiven Tumorzellen enthalten
Mit dem Laser können wir diese Areale minimalinvasiv und hochpräzise behandeln – ohne offene Operation und mit schneller Erholung.
Multiple Hirnmetastasen – Auch hier haben wir Strategien
Multiple Hirnmetastasen gelten oft als austherapiert. Wir prüfen individuell, ob eine Kombination aus LITT, Operation, Bestrahlung und Immuntherapie möglich ist – auch bei Lungenkrebs-Hirnmetastasen, Melanom-Metastasen, Brustkrebs-Metastasen oder Metastasen anderer Primärtumoren.
Bestrahlung von Hirnmetastasen – Modernste Verfahren & exzellente Vernetzung
Die Strahlentherapie ist ein integraler Bestandteil der modernen, multimodalen Behandlung von Hirnmetastasen. Wir sind exzellent vernetzt und organisieren für Sie zeitnah das optimale, individualisierte Verfahren.
Das moderne Spektrum der hochpräzisen Bestrahlung:
Hochpräzise, bildgeführte Einzeitbestrahlung mit hoher Einzeldosis – Goldstandard für Oligometastasen (1-3 Läsionen).
Das klassische Radiochirurgie-System mit ca. 192 fokussierten Cobalt-60-Strahlen, extrem steilem Dosisabfall und maximaler Schonung des gesunden Gewebes.
Roboterbasiertes Linac-System mit Echtzeit-Nachführung bewegter Ziele – ideal für schwer zugängliche Lokalisationen.
Moderne C-Arm-gesteuerte Linearbeschleuniger. Die Single-Isocenter-Technik ermöglicht die simultane Bestrahlung multipler Hirnmetastasen in einer Sitzung bei deutlich verkürzter Behandlungszeit.
Aufteilung auf 3-5 Fraktionen – ideal für größere Metastasen (>2-3 cm) oder Läsionen nahe kritischer Strukturen.
Etablierte palliative Option bei multipler (>3-5) oder progredienter Meningeosis neoplastica – heute mit Hippokampus-schonenden Techniken zur Reduktion neurokognitiver Spätfolgen.
Dank unserer engen Kooperationen mit führenden Strahlentherapie-Zentren kombinieren wir die optimale Bestrahlung mit operativen Verfahren (Resektion oder LITT) – auch bei nicht-operablen oder mehrfachen Metastasen.
Strategische Partnerschaften – vernetzte Expertise für Ihre Behandlung
Besonders bei Hirnmetastasen ist die enge Abstimmung mit den behandelnden Onkologen Ihres Primärtumors (z. B. Lungenkrebs, Brustkrebs, Melanom, Nierenzellkarzinom) entscheidend für den Gesamterfolg Ihrer Therapie. Wir haben enge Kooperationen mit onkologischen Kollegen deutschlandweit und international und sind in zahlreichen interdisziplinären Tumorboards vertreten.
Tumorboard-Expertise – gemeinsam zu Ihrer besten Therapie
In diesen Experten-Gremien besprechen wir gezielt komplexe onkologische Situationen. Wir stellen Ihren Fall vor: Ihre Krankengeschichte, alle Vorbehandlungen, aktuelle MRT- und FET-PET-Befunde. Gemeinsam mit Spezialisten aus verschiedenen Disziplinen diskutieren wir dann die entscheidenden Fragen:
- Ist das ein echtes Rezidiv oder eine Therapiefolge?
- Kommt eine Operation, LITT oder Bestrahlung infrage?
- Gibt es eine zielgerichtete Therapie (Targeted Therapy), die zu Ihrer Tumorgenetik passt?
- Ist eine Re-Biopsie sinnvoll, um den Tumorprogress zu sichern und neue Therapieoptionen zu identifizieren?
- Sollten wir eine personalisierte Impfung in Betracht ziehen?
Das Ziel ist immer dasselbe: für Sie die bestmögliche Therapie zu finden – abgestimmt auf
Ihre individuelle Situation und den aktuellen Stand der Wissenschaft.
Zugang zu modernsten Diagnoseverfahren & Zielgerichtete Therapien (Targeted Therapy)
Durch unsere Partnerschaften haben wir Zugang zu hochmodernen Diagnoseverfahren und Spitzentechnologien – ohne lange Wartezeiten. Dazu gehören:
- Rebiopsie bei Tumorprogress– Wenn ein Tumor unter Therapie fortschreitet oder ein Rezidiv nicht sicher von einer Strahlennekrose unterschieden werden kann, entnehmen wir minimalinvasiv frisches Tumorgewebe. Die erneute Sequenzierung zeigt uns, ob neue Mutationen entstanden sind und welche Therapien nun wirken könnten.
- Tumorsequenzierung– Wir analysieren das genetische Profil Ihres Tumors (z. B. auf Mutationen in EGFR, IDH, BRAF, MET, FGFR, NTRK), um gezielt die wirksamsten Targeted Therapies auszuwählen.
- Zielgerichtete Therapien (Targeted Therapy)– Passt zu Ihrer Tumorbiologie ein bereits zugelassener Wirkstoff, setzen wir diesen gezielt ein. Ist kein zugelassener Wirkstoff verfügbar, prüfen wir den Zugang zu Studien oder individuellen Heilversuchen. Die Beantragung der Medikamente bei den Kostenträgern übernehmen wir für Sie.
Ihr Vorteil: Sie profitieren von schnellem Zugang zu fortgeschrittener Diagnostik und Therapie – ohne dass Sie sich um aufwändige Anträge kümmern müssen.
„Der Weg in die Zukunft liegt in einer individualisierten Krebsbehandlung, abgestimmt auf molekulare und immunologische Tumoreigenschaften. Durch enge Zusammenarbeit mit spezialisierten Partnern wollen wir Therapien ermöglichen, die wirklich auf den einzelnen Menschen zugeschnitten sind.“
– Prof Dr. med. Marion Rapp
Warum unsere Klinik einzigartig ist
Als einziges Zentrum in Deutschland bieten wir sowohl LITT als auch mikrochirurgische Eingriffe unter einem Dach
Drei führende Experten entscheiden gemeinsam über die beste Therapie
Prof. Dr. Gasser ist deutschlandweit einer der erfahrensten LITT-Spezialisten
Individuelle Abwägung zwischen schonenden und radikalen Verfahren
Kontakt und Fallprüfung im Zentrum für Neuroonkologische Neurochirurgie an der Beta Klinik Bonn
Sie möchten sich in unserem Zentrum für neuroonkologische Neurochirurgie beraten oder behandeln lassen? Wir machen es Ihnen leicht. Nutzen Sie einfach unseren digitalen Weg – in drei Schritten zu Ihrer individuellen Beratung, Therapie und maßgeschneiderten Vollversorgung:
- Formular ausfüllen: Über unser Online-Kontaktformular unterzeichnen Sie die Datenschutzerklärung und Kostenübernahme.
- Dokumente hochladen: Im nächsten Schritt können Sie Ihre medizinischen Unterlagen im Bereich Befund-Upload hochladen. Wichtige Dokumente sind etwa aktuelle MRT-/CT-Bilder, Arztbriefe, Operationsberichte und der Histologie-Befund (Ergebnis der Gewebeuntersuchung). Je vollständiger die Informationen, desto besser können wir Sie beraten.
- Ärztliche Fallprüfung: Unsere Neuroonkologen analysieren Ihren Fall umfassend im Team. Anschließend erhalten Sie zeitnah eine Rückmeldung. Wir erklären Ihnen unsere Einschätzung und schlagen mögliche Diagnostik- und Therapieoptionen vor. Für diesen ersten Termin bietet sich meist das Online-Format besonders an.
Sie haben noch Fragen zum Ablauf oder sonstige Unklarheiten? Sie erreichen uns telefonisch unter +49 (0)228 909075-0 oder jederzeit über unser Kontaktformular. Zögern Sie nicht, uns anzusprechen – wir sind für Sie da und begleiten Sie auf jedem Schritt.
Ihre Vorteile in der Beta Klinik – Privates Facharzt- und Klinikzentrum in Bonn
Quellenangaben
- Kamp MA, Dibue M, Santacroce A, et al. The tumour is not enough or is it? Problems and new concepts in the surgery of cerebral metastases. Ecancermedicalscience. 2013;7:306. doi:10.3332/ecancer.2013.306
- Kamp MA, Grosser P, Felsberg J, et al. 5-aminolevulinic acid (5-ALA)-induced fluorescence in intracerebral metastases: a retrospective study. Acta Neurochir (Wien). Feb 2012;154(2):223-8; discussion 228. doi:10.1007/s00701-011-1200-5
- Kamp MA, Slotty PJ, Cornelius JF, Steiger HJ, Rapp M, Sabel M. The impact of cerebral metastases growth pattern on neurosurgical treatment. Neurosurg Rev. Jan 2018;41(1):77-86. doi:10.1007/s10143-016-0760-5
- Almeida T, Reyes JS, Scanlon SE, Frederico SC, Huq S, Hadjipanayis CG. Laser interstitial thermal therapy for recurrent brain metastases following stereotactic radiosurgery: a systematic review. Expert Rev Neurother. Apr 2025;25(4):465-475. doi:10.1080/14737175.2025.2471551
- Cuschieri A, Borg M, Levinskaia E, Zammit C. LITT for biopsy proven radiation necrosis: A qualitative systematic review. J Clin Neurosci. Oct 2023;116:69-78. doi:10.1016/j.jocn.2023.08.020
- Palmisciano P, Haider AS, Nwagwu CD, et al. Bevacizumab vs laser interstitial thermal therapy in cerebral radiation necrosis from brain metastases: a systematic review and meta-analysis. J Neurooncol. Aug 2021;154(1):13-23. doi:10.1007/s11060-021-03802-x