Die Behandlung – Schlaflabor

Schlaf ist Erholung. Das interdisziplinäre Konzept der Spezialisten von Beta Sleeparbeitet mit modernsten Apparaten und Verfahren daran, Ihre Erholung wiederherzustellen. Hierbei greifen die Spezialisten auf jahrelange Erfahrung in den Fachgebieten Neurologie und Schlafmedizin zurück.

Wie gehen Sie vor, wenn Sie Ihre Schlafstörungen behandeln lassen möchten?

Einer Nacht im Schlaflabor geht ein intensives Anamnesegespräch voraus. Hier besprechen Schlaf-Experte und Patient das Schlafverhalten, die auftretenden Probleme sowie das allgemeine Befinden. Ist eine Nacht im Schlaflabor indiziert, erhält der Patient einen Schlaflabor-Termin und allgemeine Informationen, was die Vorbereitungen zur Schlafuntersuchung betreffen. Ist die Schlaflabornacht gekommen, bringt eine schlafmedizinische Fachkraft den Patienten in das Zimmer und legt die Geräte und Sensoren an. Während des Schlafens werden dannalle relevanten Daten erfasst und gespeichert.

Wohlfühlen bei Nacht

Neben der hohen medizinischen Qualität und der einfühlsamen persönlichen Betreuung spielt die Schlafumgebung eine besondere Rolle, wenn es um ein so persönliches Thema wie den eigenen Schlaf geht. Daher legen wir im Beta Klinik Schlaflabor großen Wert darauf, die Schlafsituation so komfortabel und bequem wie möglich zu gestalten.

Je nach Indikation schlafen Sie eine oder zwei Nächte im Beta Plus Schlaflabor. Aufgrund der Umstellung und der Nervosität, die mit der ungewohnten Untersuchungssituation einhergehen, können die Daten der ersten Nacht von denen in der zweiten abweichen. Um die Daten sicher erfassen zu können, werden daher zwei Nächte empfohlen.

Ihre Nacht im Schlaflabor

Um die unterschiedlichen Vorgänge in Ihrem Körper optimal erfassen zu können, werden vor dem Zubettgehen unterschiedliche Sensoren und Messgeräte am Körper des Patienten angebracht:

  • Elektroden am Kopf überwachen Hirnströme, Augenbewegungen und die Muskelaktivität des Kinns.
  • Elektroden am Brustkorb zeichnen das Elektrokardiogramm (EKG) auf.
  • Mit Dehnungssensoren versehene Gurte um Brustkorb und Bauch messen die Atembewegungen.
  • Ein Sensor auf dem Brustgurt registriert die Schlafposition und Körperlage.
  • Ein Sensor zwischen Mund und Nase misst den Atemfluss.
  • Ein Sensor an Zeigefinger misst die Sauerstoffsättigung im Blut.
  • Zwei Elektroden an jedem Unterschenkel erfassen die Bewegungen der Beinmuskeln.
  • Ein Mikrofon im Kehlkopfbereich zeichnet Schnarch-Geräusche auf

Während der Schlafenszeit werden die Patienten Videograpisch überwacht und haben die ganze Nacht hindurch die Möglichkeit, das Stationspersonal zu erreichen.

Der nächste Morgen

Am Morgen werden Ihnen die Geräte und Elektroden abgenommen und Sie können sich frisch machen. Währenddessen werden die Daten auswertet und ein Polygramm erstellt.

Anschließend werden die zahlreichen Daten im interdisziplinären Team ausgewertet und bei einem Gespräch mit Ihnen, die therapeutischen Möglichkeiten besprochen.

Lichttherapie

Die Lichttherapie wird in Deutschland seit dreißig Jahren erfolgreich angewendet.Sie hat sich bis heute als Therapieform bewehrt und kommt bei Schlafstörungen, Störungen des circadianen Rhythmus (Innere Uhr) und saisonalen Depressionen (zum Beispiel der Winterdepression) zum Einsatz.

Medikamentöse Behandlung

Eine medikamentöse Behandlung von Schlafstörungen muss präzise geplant und genau auf das individuelle Krankheitsbild des Patienten zugeschnitten sein. Die Spezialisten des Beta Plus Schlaflabors greifen hier auf die interdisziplinären Teams der Kollegen in der Beta Klinik und ihr umfangreiches Wissen zurück.

Bewegungstherapie

Bewegung hat auch Auswirkungen auf die Psyche.Wer sich wieder bewegt, kann Schlafstörungen entgegenwirken. Durch ausreichende Bewegung können Symptome wie Bluthochdruck, Depressionen, Stress und Übergewicht gelindert werden.

Entspannungstechniken

Entspannungstechniken können dazu beitragen, körperlich und geistig zur Ruhe zu kommen. Dadurch können körperliche Anspannungen verringert und die unruhigen Gedanken, die Schlaf verhindern, vergessen werden.

Psychotherapie, Kognitive Verhaltenstherapie

Die kognitive Verhaltenstherapie kann bei kurzer Behandlungsdauer genauso wirksam sein wie eine medikamentöse Therapie, ohne dass es zu medikamentös bedingten Nebenwirkungen kommt.

Botox-Therapie bei Zähneknirschen (Bruxismus)

Eine effektive Methode gegen das Bruxismus (Zähneknirschen) stellt die Behandlung mit Botulinumtoxin dar. Hierbei wird das Medikament in den äußeren Kaumuskel gespritzt, was dazu führt, dass dieser weniger arbeiten kann und sich entspannt.

Protrusionsschienen

Eine individuell nach Abformung der Zähne labortechnisch hergestellte, einstellbare Schiene dient zur Therapie von schlafbezogenen Atmungsstörungen. Die Schienen kommen bei Patienten mit einem leichten bis mittelgradigen Obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) zum Einsatz, wenn andere Therapien wie die CPAP-Therapie nicht vertragen werden.

Die Erweiterung der Atemwege

Bei der operativen Erweiterung der Atemwege gibt es – je nach Indikation – verschiedene Operationsverfahren. Durch die Erweiterung der Atemwege im Hals soll dem Kollaps im Schlaf entgegengewirkt werden.Das ausgewertete Polysomnogramm gibt Aufschluss darüber, welche Operation die Beschwerden lindern kann.

Die CPAP-Therapie („Continuous Positive Airway Pessure“) mit Atemmaske:

Eine Atemmaske, die während des Schlafens getragen wird, sorgt für einen kontinuierlichen Überdruck auf die Atemwege. Er verhindert, dass sich die Rachenwände und schlaffen Muskeln im Hals- und Rachenbereich verengen können. So können Atemaussetzer erfolgreich verhindert werden.