Gefäßkrankheiten in Bonn behandeln

Gefäßerkrankungen stellen in unserer Gesellschaft eine unterschätzte Gefahr dar. Sie gehören nicht nur zu den häufigsten Erkrankungen in Deutschland, sondern auch zu den gefährlichsten. Dennoch werden arterielle Gefäßerkrankungen oftmals zu spät erkannt.

Dr. med. Sven Hausen ist in der Beta Klinik als Kardiologe und Angiologe auf die Behandlung von Gefäßkrankheiten spezialisiert. Zu seinem medizinischen Leistungsspektrum gehört unter anderem die umfassende Diagnostik und individuelle Therapie von

  • Arteriellen Gefäßerkrankungen (zum Beispiel Becken-/Beinarterien bei Schaufensterkrankheit, Halsschlagader, Aorta mit abgehenden Organarterien)
  • Venösen Gefäßerkrankungen (zum Beispiel Thrombosen, chronisch venöse Insuffizienz) sowie
  • Verlaufskontrollen und Nachsorge nach Thrombosen sowie Lungenarterienembolie

Nachstehend können Sie sich über arterielle und venöse Gefäßerkrankungen, ihre Folgeerkrankungen und deren Therapiemöglichkeiten informieren.

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Dr. med. Sven Hausen

Facharzt für Innere Medizin,
Kardiologie und Angiologie

Joseph-Schumpeter-Allee 15
53227 Bonn

E-Mail: sven.hausen@betaklinik.de
Durchwahl: +49 (0)228 90 90 75 736
Zentrale:    +49 (0)228 90 90 75 0
Fax: +49 (0)228 90 90 75 11

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Was sind Gefäßerkrankungen?

Gefäßerkrankungen umfassen ein großes Spektrum verschiedener Erkrankungen der inneren Blutgefäße und betreffen primär die Arterien, Venen oder Lymphsysteme. Gefäßerkrankungen beginnen schleichend und sind kein ausschließliches Phänomen im hohen Alter. Der eigene Lebensstil hat einen maßgeblichen Einfluss darauf, wie früh sich Ablagerungen in den Gefäßen bilden, diese verengen und folglich schädigen (Arteriosklerose). Im Laufe der Jahre sind schmerzhafte Durchblutungsstörungen in den Beinen, ein Herzinfarkt oder Schlaganfälle die Folge.

Der Entstehung von Gefäßerkrankungen liegen bereits gewisse Risikofaktoren zu Grunde. Dabei handelt es sich insbesondere um erhöhte Cholesterinwerte, Rauchen, Bluthochdruck, falsche Ernährung und Bewegungsmangel. „Viele Menschen sind sich der Gefahren, die von Gefäßerkrankungen ausgehen, nicht bewusst“, erklärt Dr. med. Sven Hausen, Kardiologe und Angiologe in der Beta Klinik, in der Patienten fachübergreifend von Gefäßchirurgen, Radiologen und Angiologen gemeinsam mit Herzchirurgen und Neurologen, behandelt werden. Auch Statistiken der Weltgesundheitsorganisation (WHO) belegen, dass Gefäßerkrankungen an erster Stelle der häufigsten Todesursachen in den Industrieländern stehen.

Welche Gefäßerkrankungen gibt es?

Gefäßerkrankungen werden in Krankheiten des zuführenden (arteriellen) Systems und des ableitenden (venösen und lymphatischen) Systems eingeteilt. Da die Krankheitsbilder äußerst differenziert zu betrachten sind, finden Sie nachstehend eine Auflistung der mitunter häufigsten und bekanntesten arteriellen und venösen Gefäßerkrankungen. Sie dienen als Beispiele für eine Vielzahl an potentiellen Gefäßerkrankungen.

Arteriosklerose

Die Arteriosklerose betrifft den gesamten Körper. Dabei können sich Beschwerden zwar nur an einer Körperstelle äußern, jedoch ist der ganze Organismus von dieser Erkrankung betroffen. Es handelt sich um eine fortgeschrittene Arterienverkalkung, die Durchblutungsstörungen verursacht. Dies schädigt die Blutbahnen nachhaltig und es werden schädliche Produkte in den Arterien abgelagert. Wird diese Erkrankung nicht behandelt, kann es im Alter zu Verengungen und Verschlüssen der Arterien kommen. Arteriosklerose ist in den meisten Fällen die Folge eines ungesunden Lebensstils. Insbesondere Bewegungsmangel und eine unausgewogene Ernährung können diesen schleichenden Arterienverschluss begünstigen.

Periphere arterielle Verschlusskrankheit (paVK), sog. Schaufensterkrankheit

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit wird im Volksmund auch gerne als Schaufensterkrankheit bezeichnet. Bei einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit sind die Blutgefäße verengt, welche die Beine und Arme mit Sauerstoff versorgen. Ursache sind Kalk- und Fettablagerungen. Die meisten Patienten mit symptomatischer pAVK berichten typischerweise von anstrengungsbedingten Beinschmerzen, vor allem in der Waden- oder Oberschenkelmuskulatur, die nach einer kurzen Ruhepause beim Stillstehen wieder verschwinden.

Die Bezeichnung Schaufensterkrankheit für die periphere arterielle Verschlusskrankheit ist aufgrund eines eingängigen Bildes populär geworden. Menschen mit paVK bleiben öfter mal vor Schaufenstern stehen, um die Schmerzen in den Beinen abklingen zu lassen. Die Schmerzen werden durch eine Gefäßverkalkung in den Waden oder Oberschenkeln hervorgerufen, wodurch die Beine nicht mehr ausreichend durchblutet werden.

Carotisstenose

Eine Carotisstenose – auch Halsschlagader-Stenose oder Karotisstenose genannt – ist eine Engstelle im Bereich der Halsschlagader. In der Regel wird diese Verengung durch eine Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) hervorgerufen und liegt im Bereich der Gabelung zwischen innerer und äußerer Halsschlagader. Symptome einer Carotisstenose äußern sich in Form von Sehstörungen, Sprachstörungen, Lähmungserscheinungen an Armen und Beinen, Kopfschmerzen, sowie Schwindelattacken.

Risikofaktoren sind Bluthochdruck, Rauchen, höheres Lebensalter oder Erhöhungen der Blutfettwerte. Zusammen mit dem Herzinfarkt und der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (paVK) gehört die Carotisstenose zu den typischen Manifestationen der Arteriosklerose. Die Erkrankung wird, wie andere Herz-Kreislauf-Leiden auch, mit zunehmendem Lebensalter häufiger.

Thrombosen

Eine Thrombose kommt in verschiedenen Formen vor. Grundlegend beschreibt eine Thrombose die Verstopfung eines Gefäßes, die durch ein Blutgerinnsel ausgelöst wird. Thrombosen sind die Folge von akuten Venenverschlüssen. Erkrankungen der Venen sind sehr häufig und werden zu den Volkskrankheiten gezählt. Am häufigsten kommen Thrombosen in den Beinvenen vor, allerdings ist dies auch im Beckenbereich möglich. Durch den Gefäßverschluss in den Beinen kann es zu einer Lungenembolie kommen.

Diese tritt auf, falls sich ein Teil des Blutgerinnsels von den Beinvenen löst und durch den Blutkreislauf in die Lungengefäße transportiert wird, wodurch sich diese verschließen können. Thrombosen können jeden betreffen. Jedoch gibt es einige Risikofaktoren, welche die Entstehung begünstigen. Dazu gehören insbesondere Rauchen, Übergewicht, Flüssigkeitsmangel sowie die Einnahme einiger Antibabypillen. Diese Faktoren führen dazu, dass das Blut im Körper schneller gerinnt, wodurch Gefäße schneller verstopfen.

Krampfadern

Unter Krampfadern versteht man eine Gefäßerkrankung der Venen. Krampfadern entstehen durch erhöhten Druck oder eine Abflussstörung in den Venen, was die Vene überstrapaziert. In der Konsequenz können sich Venenklappen nicht mehr richtig schließen und das Blut wird zurückgestaut. Durch den zusätzlichen Druck, der dabei aufgebaut wird, treten schließlich die gestauten Venen hervor.

Krampfadern sollten in den meisten Fällen behandelt werden, da für viele nicht nur optisch störend sind, sondern auch gravierende Folgen, wie etwa Embolien, mit sich ziehen können.

Aneurysmen

Aneurysmen können in unterschiedlichen Körperregionen auftreten. Bei einem Aneurysma handelt es sich um eine Aussackung der Gefäßwand. Diese Erweiterung der Arterienwand kann sehr gefährlich werden. Sollte ein Aneurysma aufgrund der zu starken Weitung platzen, kann es zu einem lebensbedrohlichen Blutverlust kommen.

Von einem Aneurysma können insbesondere die Hauptschlagader (Aortenaneurysma), Bauchschlagader und Hirnarterien betroffen sein.

Vaskulitis

Bei einer Vaskulitis handelt es sich um eine Entzündung der Blutgefäße. Eine Vaskulitis stellt eine Erkrankung dar, die eher Menschen im fortgeschrittenen Lebensalter betrifft. Diese Entzündungen können in der Konsequenz zu Blutgerinnseln und Ablagerungen führen. Sie stellen auch einen Risikofaktor für Thrombosen dar.

Gefäßkrankheiten diagnostizieren

Um eine fundierte Diagnose und Therapieempfehlung aussprechen zu können, nutzt der Kardiologe und Angiologe – je nach Fragestellung – Diagnostik auf dem neuesten Stand der Technik.

  • Ultraschallverfahren (Doppler, farbcodierte Duplexsonographie)
  • Computertomographie
  • Magnetresonanztomographie
  • Angiographie
  • Ruhe-EKG / Belastungs-EKG (Ergometrie) / LZ-EKG inklusive
  • Elektronische Verschlussdruckmessung der Gefäße
  • Kontinuierliche Langzeit-Blutdruckmessung ohne Manschette

Welche Symptome gibt es und welche Folgeerkrankungen können entstehen?

Neben der Erkrankung an sich können Gefäßerkrankungen auch Spätfolgen mit sich ziehen. Diese werden durch eine chronische oder langanhaltende Schädigung der Gefäße ausgelöst und stehen in Verbindung mit schwerwiegenden Symptomatiken. „Scheinbar harmlose Symptome wie Muskelkrämpfe, ein häufiges Kälteempfinden in Füßen und Beinen, aber auch Hautverfärbungen können Zeichen einer ernsten Gefäßerkrankung sein und sollten unbedingt von einem Arzt abgeklärt werden“, rät Dr. Hausen.

Symptome

  • Angina Pectoris: Die Angina pectoris ist ein Symptom, welches auf eine koronale Herzkrankheit hindeuten kann. Eine Angina Pectoris ist die Folge einer Minderversorgung des Herzmuskels mit Blut. Die Beschwerden werden von Patienten oft als ein Druckgefühl in der Brust, welches bei Patienten oft ein Gefühl des Erstickens auslöst, beschrieben. Unbehandelt kann die Angina Pectoris zu Herzinfarkten führen.
  • Claudicatio Intermittens: Bei der Claudicatio intermittens handelt es sich um das Hauptsymptom der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (paVK). Es beschreibt die Symptomatik arterieller Durchblutungsstörungen der Beine. Wegen der Schmerzen beim Gehen wird man immer wieder zum Anhalten oder Hinken gezwungen.
  • Sehstörungen
  • Muskelkrämpfe
  • Beklemmungsgefühle
  • Hautverfärbungen
  • Erhöhtes Kälteempfinden

Gefäßkrankheiten Folgeerkrankungen

Chronisch venöse Insuffizienz

Diese Insuffizienz entsteht durch eine chronische Schädigung der Venen und Venenklappen, und entsteht als Resultat unbehandelter Gefäßerkrankungen. Bei der chronisch venösen Insuffizienz werden die Venen langanhaltend an der Rückführung des Blutes behindert und verlieren ihre Transportfähigkeit. Oftmals ist diese Folgeerkrankung auf eine Venenthrombose in den Beinen zurückzuführen. In der Konsequenz führt die Insuffizienz dazu, dass das Gewebe abstirbt und Hautschäden entstehen.

Herzinfarkt

Der Herzinfarkt ist ein lebensbedrohliches Ereignis. Er wird durch einen vollständigen Verschluss eines Herzkranzgefäßes verursacht. Nicht nur durch eine unbehandelte Angina Pectoris, sondern auch reguläre Gefäßerkrankungen können zu einem Herzinfarkt führen. Die Symptome eines Herzinfarkts können von Person zu Person sehr unterschiedlich ausfallen. Typisch sind anhaltende Angina Pectoris-Schmerzen in der Brust, die zum Hals, Unterkiefer, in die Schulterregion und in den linken Arm ausstrahlen können. Außerdem kann es zu einem Schwächegefühl, Angst, Schwitzen, Übelkeit und Erbrechen kommen.

Schlaganfall

Ein Schlaganfall ist die Folge einer Durchblutungsstörung im Gehirn. Der Grund für die Durchblutungsstörung ist meist eine krankhafte Veränderung der Blutbahnen im Gehirn (z.B. durch Atherosklerose). Schlaganfälle können schwerwiegende Gesundheitsschädigungen wie Sprachstörungen, Lähmungen sowie psychische Störungen zur Folge haben.

Welche Ärzte sind Spezialisten für Gefäßerkrankungen?

Angiologen und Gefäßchirurgen sind die Spezialisten für die Diagnose und Therapie von Erkrankungen der Blutgefäße. Die Angiologie bildet ein Teilgebiet der Inneren Medizin und befasst sich mit der Funktion und Fehlfunktionen der arteriellen-, venösen- und Lymphgefäße. Die Gefäßchirurgen sind Spezialisten für Gefäßoperationen. Durch ein Patientengespräch, eine gründliche körperliche Untersuchung und den zusätzlichen verschiedenen technischen Untersuchungsmethoden kann die Diagnose erfolgen.

Zu den technischen Untersuchungsgeräten gehören Ultraschall und andere bildgebende Verfahren wie Angiografie, Magnetresonanztomografie und Computertomografie. Angiologen und Gefäßchirurgen arbeiten in der Beta Klinik eng mit Kardiologen, Neurologen und Lymphspezialisten zusammen.

Wie behandelt man Gefäßerkrankungen?

Ob Schaufensterkrankheit, Krampfadern oder Durchblutungsstörungen: In der Beta Klinik erhalten Sie eine umfassende Versorgung Ihrer Gefäßerkrankungen aller Art. Ein besonderer Schwerpunkt der diagnostischen Maßnahmen besteht in Ultraschalluntersuchungen und Funktionstests des arteriellen und venösen Gefäßsystems.

Hierbei handelt es sich um schmerzfreie und für Sie nicht belastende Untersuchungen, die eine umfangreiche Darstellung Ihres gesamten Gefäßsystems ermöglichen. Je nach Schweregrad Ihrer Gefäßerkrankung setzten die Ärzte bei der Behandlung Ihrer Beschwerden auf eine konservativ medikamentöse Therapie, physiotherapeutische Herangehensweisen oder minimal-invasive Operationsverfahren.

Als langjähriger Gefäßspezialist entwickelt Dr. med. Sven Hausen einen ganz individuell auf Ihr Krankheitsbild und Ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnittenen Therapieansatz. Durch Vorsorgeuntersuchungen erhalten Sie ein exaktes Bild über den Zustand Ihres Gefäßsystems.

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