Gefühlsstörungen in den Extremitäten oder Gangunsicherheit? Woran erkennt man eine Polyneuropathie?

… und wie wird eine Polyneuropathie behandelt?

Leiden Sie unter Empfindungsstörungen in den Extremitäten wie kribbelnde Füße, das Gefühl, die Füße seien taub oder fühlen sich eingeschnürt und schmerzhaft an? Oder besteht bei Ihnen eine Gangunsicherheit mit Schwindelgefühl und unsicherem Bewegen bei Dunkelheit? Ursache hierfür kann eine Polyneuropathie sein. In der Beta Neurologie mit Kompetenzzentrum für Epilepsie – der Bonner Privatklinik diagnostizieren und behandeln die Neurologen Dr. med. Monika Jeub und Prof. Dr. Christian Elger diese Beschwerden, die durch eine Schädigung des peripheren Nervensystems entstehen.

„Die Polyneuropathie ist eine relativ häufige, in der Bevölkerung jedoch wenig bekannte neurologische Erkrankung der peripheren Nerven,“ erklärt Dr. Monika Jeub aus Bonn. Die häufigsten Ursachen für eine Polyneuropathie sind Diabetes mellitus oder übermäßiger Alkoholkonsum. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Ursachen wie Vitamin B12-Mangel, Erkrankungen der inneren Organe, autoimmune Prozesse und genetische Faktoren, die die Nerven schädigen können und so zu Missempfindungen, Koordinationsstörungen, Schmerzen, motorischen Einschränkungen und anderen neurologischen Symptomen führen.

Polyneuropathie erkennen und behandeln

Besteht ein Verdacht auf eine Polyneuropathie führt Dr. med. Monika Jeub zur Diagnosesicherung eine Elektroneurographie durch, mit der die Funktion der peripheren Nerven getestet wird. „Neben einer Labordiagnostik kommen je nach Beschwerdebild weitere Untersuchungen wie die Liquordiagnostik und die Nervenbiopsie hinzu“, erklärt Monika Jeub weiter. Steht die Diagnose fest, wird ein individueller Therapieplan durch die Neurologen der Beta Neurologie in Bonn und den behandelnden Hausarzt ausgearbeitet, der auf die jeweiligen Beschwerden und den Grad der Nervenschädigungen zugeschnitten ist.

„Je nach Patientenzustand versuchen wir, die äußeren Umstände zu verbessern. Etwa muss im Falle einer diabetesinduzierten Polyneuropathie das Insulin besser eingestellt werden. Patienten mit einem Alkoholproblem müssen dieses zu allererst behandeln, um dann die Folgeschäden therapieren zu können. Mangelerscheinungen werden mittels gezielter Medikamentengabe und einer umgestellten Ernährung ausgeglichen.“ Die verschiedenen Ausprägungen und Formen der Schmerzen und Empfindungsstörungen behandeln die Spezialisten mit speziellen schmerztherapeutischen Verfahren.

Die physikalische Therapie einer Polyneuropathie erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Physiotherapeuten der Beta Sport und Reha, die gemeinsam mit den Patienten deren Beweglichkeit und Mobilität erhalten und verbessern. „Viele Patienten können auch Zuhause am Muskelaufbau und der Koordination arbeiten, indem sie stärkende Verfahren und Übungen absolvieren, die Ihnen von den Physiotherapeuten gezeigt wurden. Wichtig ist vor allem, die Krankheit zu erkennen. Denn je früher sie diagnostiziert wird, umso schneller kann die richtige Therapie weitere Nervenschädigungen reduzieren,“ schließt die Ärztin der Beta Neurologie.

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