Studentische Unterstützung für die Radiologie

Wer Medizin studiert, absolviert schon während des Studiums eine sogenannte Famulatur. Sie dauert vier Monate und verschafft den Nachwuchsmedizinerinnen und -medizinern Einblicke in unterschiedliche medizinische Einrichtungen. So können die Ärztinnen und Ärzte der Zukunft herausfinden, welche Fachbereiche und Arbeitsumgebungen es gibt und wo die persönlichen und medizinischen Interessen liegen. Im Rahmen der Famulatur besuchen die Studierenden ein Krankenhaus, eine allgemeinmedizinische Praxis und eine ambulante medizinische Einrichtung.

Stephanie Schöpes Wahl fiel auf den Fachbereich Radiologie. Sie studiert im zehnten Semester Medizin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und absolviert ihre Famulatur in der Radiologie Bonn von Frau Dr. Bettina Wolfgarten innerhalb der Beta Klinik in Bonn. „Warum ich mich besonders für die Radiologie interessiere? Sie ist Bestandteil fast aller medizinischer Fachbereiche. Ich wollte auf diesem Weg mehr über die verschiedenen diagnostischen Verfahren lernen,“ erzählt die Studentin. Bei Bettina Wolfgarten sollte die Famulantin von Anfang an mitarbeiten. Der erfahrenen Medizinerin lag es sehr am Herzen der jungen Studentin Inhalte der Radiologie zu vermitteln. „Frau Wolfgarten hat mir sehr viel über die radiologischen Verfahren erklärt und gemeinsam mit mir einige Befunde besprochen. Während meiner Famulatur durfte ich selbst Mammographien befunden. Besonders spannend war es für mich mehr über das Verfahren der Tomosynthese zu lernen und bei Vakuumbiopsien assistieren zu dürfen“, berichtet Stephanie Schöpe begeistert.

„Mir liegt viel daran, dass meine Famulanten und Praktikanten ein vielschichtiges Bild vom Fachbereich Radiologie erhalten. Deshalb gestalte ich die Zeit in meiner Praxis für sie so abwechslungsreich wie möglich,“ erklärt Bettina Wolfgarten ihr Vorgehen. Stephanie Schöpe bestätigt: „Es ist erstaunlich, wie viel Zeit sich Frau Dr. Wolfgarten nahm, um mir die unterschiedlichen Sachverhalte, Verfahren und Diagnosen zu erklären, obwohl sie tagtäglich viele Patienten untersucht. Auf die Nachfrage von Bettina Wolfgarten erklärten sich alle Patientinnen und Patienten bereit, dass ich als Medizinstudentin bei ihren Untersuchungen anwesend sein durfte. Dies war äußerst bemerkenswert und zeugt von großem Vertrauen.“ Die Famulantin durfte sich selbst an den unterschiedlichsten Geräten der Radiologischen Praxis erproben. „Es war sehr abwechslungsreich neben der Befundung auch praktische Tätigkeiten ausführen zu dürfen,“ berichtet sie.

Während ihrer Famulatur lernte Stephanie Schöpe die unterschiedlichen bildgebenden Verfahren in der Radiologie kennen. Hier arbeitet sie am Ultraschallgerät.

In der Beta Klinik sind über 20 Fachrichtungen vertreten. So hat die Medizinstudentin viele Möglichkeiten, neben der radiologischen Untersuchungen, anderweitige Praxisluft zu schnuppern. „Im Rahmen der Therapie eines Mammakarzinoms habe ich den gesamten Behandlungszyklus von der Diagnose bis zur Operation durch Herrn Dr. Matthias Wolfgarten miterlebt. Dabei habe ich mehr über die operative Gynäkologie gelernt,“ erzählt Stephanie weiter. „Für die Patientin ist zum Glück alles positiv ausgegangen. Das war eine schöne Erfahrung.“

Die Spezialisten der Beta Klinik freuen sich, wenn sie dem Fach-Nachwuchs von morgen schon heute vielschichtige Erfahrungen und Impulse mit auf den Weg geben können.