Venenerkrankungen erkennen: Wenn die Beine anschwellen und schwer werden…

Ungefähr jeder siebte Mensch in Europa leidet an einer behandlungsbedürftigen Venenerkrankung. Frauen sind dreimal häufiger als Männer betroffen. Schwellungen, abendliche Schweregefühle sowie Schmerzen der Beine und Wadenkrämpfe können oftmals Hinweise für ein Krampfaderleiden sein. Aber auch gefährliche arterielle Erkrankungen können sich hinter diesen Symptomen verbergen. Selbst die kosmetisch unschönen Besenreiser stellen eine Form des Krampfaderleidens dar.

Im Verlauf von Jahren kann es zur sichtbaren Krampfaderbildung mit späterer Hautverfärbung und letztlich „Offenen Beinen“ kommen. „Auch Thrombosen, die zu einer lebensbedrohlichen Lungenembolie führen können, entstehen oft durch Krampfaderleiden“, erklärt Peter Neff, der an der Beta Klinik eine Praxis für Phlebologie und Venenchirurgie führt. Aus diesem Grund sollte frühzeitig eine Diagnostik und individuelle Therapie eingeleitet werden.

Sanfte Verklebung von Venen

Peter Neff setzt neben der schmerzlosen Diagnostik in erster Linie auf nicht-operative Verfahren. Dazu gehören unter anderem die sanfte Venenkleberbehandlung (VenaSeal™), die schonende, kathetergestützte Radiofrequenztherapie (ClosureFast™), die Schaum-Sklerotherapie von Krampfadern und die Mikroschaum- und Flüssigverödung von Besenreisern. Alle schonenden Behandlungsmöglichkeiten, die der Phlebologe anbietet, können ohne oder mit örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Nach der Behandlung können die Patienten in kürzester Zeit die Praxis wieder verlassen.

Krampfadern schonend und effektiv behandeln

Sollten doch phlebochirurgische Eingriffe notwendig sein, führt Peter Neff sie so hautschonend wie möglich durch. „Meine Devise lautet ‚so viel wie nötig und so wenig wie möglich‘. Mein Team und ich nehmen in der Beta Klinik deshalb auch sogenannten Hybrid-Eingriffe vor“, sagt Neff. So wählt er während eines Eingriffs – je nach Krampfadervariante – individuell die schonendste und effektivste Therapieform.

Krampfadern sind für einige Betroffene immer noch ein Tabu- und Angstthema; deshalb ist dem Venenspezialisten das partnerschaftliche Gespräch mit seinen Patienten sehr wichtig: „Transparenz und Verständnis sind notwendig, um Ängste abzubauen beziehungsweise schon von vorneherein zu vermeiden.“ Ein weiteres Augenmerk legt er auf eine intensive Nachsorge während des Abheilens. Denn jeder Patient soll sich bis zum Abschluss der Behandlung bestens betreut fühlen. Diese hohen Ansprüche bedürfen eines entsprechenden Qualitätsmanagements. Peter Neff: „Mein Team und ich sind stolz darauf, seit vielen Jahren immer wieder neu den Kriterien der Zertifizierung zum Venen Kompetenz-Zentrum zu entsprechen.“

Stichwort Krampfadern
Der Begriff Krampfadern hat nichts mit „Krampfen“ zu tun. Denn Venen besitzen keine eigene Muskulatur und können daher auch nicht verkrampfen. Der Begriff stammt aus dem Althochdeutschen von „krimpfan“, das übersetzt „krümmen“ heißt. Damit beschreibt es nur das Erscheinungsbild der betroffenen Blutgefäße. In der medizinischen Fachsprache werden Krampfadern übrigens als Varizen, Varikose oder Varikosis bezeichnet.