Nierensteine: Ursachen, Diagnostik & Therapie in Bonn

Nierensteine bilden sich im Harntrakt und zählen zu den häufigsten und schmerzlichsten urologischen Erkrankungen. „Wer einmal einen Nierenstein hatte, kann damit rechnen, dass sie sich erneut bilden. Daher sind eine frühzeitige Behandlung und Vorbeugung wichtig“, betont Prof. Dr. med. Sebastian Wille, Facharzt für Urologie an der Beta Klinik in Bonn und spezialisiert auf die Behandlung von Nierensteinen und Nierenkoliken.

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Urologie

Nierensteine Definition

Was sind Nierensteine und wie entstehen sie?

Nierensteine (Harnsteine, Nephrolithiasis, Urolithiasis) sind kristalline Ablagerungen, die durch eine erhöhte Konzentration von Salzen im Urin entstehen. Kann der Urin die Salze nicht mehr lösen, bilden sich Kristalle. Die meisten dieser kleinen Kristalle verlassen den Körper, ohne überhaupt bemerkt zu werden. Zurückbleibende Kristalle können jedoch als Anlagerungsstelle dienen und dafür sorgen, dass sich immer neue Schichten aneinander anlagern, bis sich schlussendlich ein Nierenstein bildet.

Wer ist anfällig für Nierensteine?

Nierensteine können zu heftigen Schmerzen, Fieber und Nierenschwäche bis hin zu einer Blutvergiftung führen und stellen somit eine urologische Erkrankung dar, von der jeder betroffen sein kann. Personen, die schon mehr als einen Nierenstein hatten, entwickeln jedoch mit größerer Wahrscheinlichkeit auch weitere Steine.

Fast fünf Prozent der deutschen Bevölkerung erkranken in ihrem Leben an einem Harnsteinleiden. Männer im Alter von 30 und 50 Jahren sind oft doppelt so häufig betroffen wie Frauen. Kinder erkranken in den seltensten Fällen. In den vergangenen 20 Jahren ist die Zahl der Fälle in Deutschland um das Dreifache angestiegen. Die Nierensteine können dabei lange Zeit unbemerkt bleiben, aber auch schmerzhafte Nierenkoliken und Harnstau verursachen.

Nierensteine Ursachen

Was sind Ursachen für Nierensteine?

Die Ursachen für Nierensteine sind nicht immer klar zu definieren. Die Neigung zur Bildung von Nierensteinen kann vererbt werden, oder durch gewisse Lebensmittel und Ernährungsgewohnheiten begünstigt werden. Bei der Entstehung von Nierensteinen spielen jedoch meist auch noch weitere Faktoren eine Rolle. Studien zufolge erhöht sich das Risiko für eine Steinbildung auch bei:

  • Bewegungsmangel
  • Eiweißreicher Kost
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Übergewicht
  • Flüssigkeitsmangel (zu geringe Trinkmenge, warmes Klima mit verstärktem Schwitzen)
  • Bluthochdruckerkrankung
  • Blutzuckererkrankung (Diabetes mellitus)
  • Abflussbehinderungen in den Harnwegen

Darüber hinaus können Darmerkrankungen (z. B. Morbus Crohn), Harnwegsinfekte und Störungen der Nierenfunktion die Steinbildung begünstigen.

Nierensteine Symptome

Was sind Symptome bei Nierensteinen?

Ob Nierensteine Beschwerden verursachen, hängt in erster Linie davon ab, wie groß sie sind und wo sie sich befinden. Normalerweise ist ein starkes Schmerzempfinden das erste Anzeichen für Nierensteine. Der Nierenstein verursacht Irritationen, weshalb der Schmerz oft plötzlich erscheint. Typischerweise wird er als scharfer, krampfender Schmerz im Rücken und im seitlichen Nierenbereich oder im Unterbauch wahrgenommen. Es kann auch zu Übelkeit und Erbrechen kommen und der Schmerz kann bis in die Leistengegend und auch in das äußere Genital ausstrahlen.

Ist der Stein für einen problemlosen Abgang zu groß, bleibt der Schmerz, da der Harnleiter versucht, den Stein über Muskelbewegungen in die Blase zu transportieren. Die Bewegung des Steines kann eine Färbung des Urins durch kleine Blutungen hervorrufen. Bewegt sich der Stein näher zur Blase, so kann es zu vermehrtem Harndrang sowie zu einem brennenden Gefühl beim Urinieren kommen. Folglich stellt man sich oft die Frage, ob es sich um einen Nierensein oder eine Blasenentzündung handelt.

Die Symptome hängen davon ab, wo die Steine lokalisiert sind. Folgende Beschwerden können u. a. auftreten:

  • Koliken: plötzlich einsetzende, starke Schmerzen in der Flankengegend; Ausstrahlung in den Unterbauch, Leiste, Hoden bis in die Geschlechtsorgane
  • Bauch- und Rückenschmerzen
  • Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen
  • Blässe, Kaltschweißigkeit, Blutdruckabfall
  • Harnstauung: Der Urin kann nicht am eingeklemmten Stein vorbeifließen.
  • Blähungen (Luftansammlung im Darm) bis hin zur Darmlähmung
  • starker und häufiger Harndrang, oft verbunden mit Brennen beim Wasserlassen
  • Entzündungsanzeichen: Fieber, Schweißausbrüche, Herzrasen
  • Blut im Urin
  • Körperliche Unruhe

Nierensteine Beschwerden

Welche Beschwerden können Nierenkoliken verursachen?

Wandert der Stein aus der Niere in den Harnleiter, kann eine Nierenkolik ausgelöst werden. Anzeichen für eine Nierenkolik sind heftige krampfartige Schmerzen, die meist in der Flanke beginnen und entlang dem Harnleiter in den Unterbauch oder bis in die Genitalien ausstrahlen. Die Schmerzen bei Nierenkoliken sind wehenartig und werden oft als vernichtend erlebt.

Nierenkoliken können zusammen mit Schweißausbrüchen, Durchfall, Fieber und Erbrechen auftreten. Der Betroffene ist meist unruhig und ständig in Bewegung. Bleibt eine Nierenkolik unbehandelt, kann es zu einer Blutvergiftung (Urosepsis) kommen. Zögern Sie daher nicht, bei ersten Anzeichen für eine Nierenkolik Kontakt zur Urologie in der Beta Klinik aufzunehmen.

Nierensteine Arten

Welche Arten von Nierensteinen gibt es?

Nierensteine sind eine Form von Harnsteinen, welche im gesamten Harntrakt vorkommen können. So spricht man je nach Lokalisation des Steinleidens von Nierensteinen, Harnleitersteinen oder Blasensteinen. Während Blasensteine meist aufgrund von Blasenentleerungsstörungen entstehen, wird die Entstehung von Nieren- und Harnleitersteine durch nicht optimale Ernährungsgewohnheiten, Veranlagung oder durch Stoffwechselstörungen begünstigt.

Arten von Nierensteinen:

  • Bei 75 Prozent aller Nierensteine handelt es sich um Kalziumoxalatsteine. Sie entstehen auf Grund von einer stoffwechselbedingten übermäßigen Ausscheidung von Kalzium und Oxalat über den Urin.
  • 10 Prozent aller Nierensteine sind ernährungsbedingte Harnsäuresteine. Ihre Entstehung ist auf eine übermäßige Aufnahme von tierischen Eiweißen und Alkohol zurückzuführen.
  • Kalziumphosphatsteine werden vor allem durch Harnwegsinfekte verursacht.
  • Die Ursache von seltenen Zystinsteinen sind angeborene Stoffwechselstörungen, bei denen es zu einer erhöhten Konzentration der schwerlöslichen Aminosäure Zystein im Urin kommt.

Struvit- oder Infektsteine sind weniger häufig, sie werden oft durch einen Harnwegsinfekt verursacht. Selten gibt es Harnsäure- oder Cystinsteine. Wird ein Nierenstein in den Harnleiter geschwemmt, so wird auch von einem Harnleiterstein gesprochen.

Gallensteine und Nierensteine stehen übrigens in keiner Verbindung, sie bilden sich in unterschiedlichen Regionen des Körpers.

Nierensteine Diagnose

Wie werden Nierensteine diagnostiziert?

Nierensteine können bei einer routinemäßigen Röntgenuntersuchung entdeckt werden. Mit Hilfe von Blut- und Urinuntersuchungen, können nähere Informationen über mögliche Ursachen der Steinbildung gewonnen werden.

Folgende weiterführende Untersuchungsmethoden können zur Anwendung kommen:

  • Laboruntersuchung des Harns (Labor: Harnstatus)
  • Untersuchung von 24-h-Sammelurin (Oxalat)
  • Laboruntersuchung des Blutes (Kalzium, Natrium, Phosphat, Harnsäure, CRP, Kreatinin, alkalische Phosphatase)
  • Ultraschalluntersuchung (Sonographie)
  • Computertomographie (CT)
  • Blasenspiegelung (Urethrozystoskopie)
  • Urographie (Röntgen der Nieren und ableitenden Harnwege) – selten
  • Analyse abgegangener Steine (chemisch, Röntgen, Infrarot)

Nierensteine Behandlung

Wie werden Nierensteine behandelt?

Nierensteine können heutzutage auf verschiedene Art und Weise behandelt werden – meist ohne einen größeren chirurgischen Eingriff. Viele Steine können sogar auf dem natürlichen Weg ausgeschieden werden, was mit Hilfe von ausreichender Flüssigkeitszufuhr unterstützt werden kann. Falls sie nicht von allein abgehen, sollten Sie mit Nierensteinen zum Arzt gehen. In der Beta Klinik setzen wir auf effektive Verfahren, um Nierensteine zu entfernen.

  • Auflösungsbehandlung
  • Stoßwellenbehandlung
  • Perkutane Nephrolitholapaxie
  • Ureteroskopie mit Laserlithotripsie

Der Verlauf einer Therapie bei Nierensteinen hängt oft mit dem persönlichen Befinden des Patienten zusammen. Die Mehrheit aller Patienten wird unter Therapie innerhalb einiger Tage steinfrei. Lediglich im Einzelfall kann sich eine Steintherapie über Wochen hinziehen.

Nierensteine Arzt

An wen kann ich mich wenden?

Zur Abklärung von Beschwerden an Nieren oder Blase sowie deren Therapie und Behandlung wenden Sie sich an den erfahrenen Urologen in der Beta Klinik, Herrn Prof. Dr. Wille.

Kontaktieren Sie ihn bei Problemen mit Nierensteinen gerne telefonisch unter 0228-909075-146, oder nutzen Sie unsere Terminanfrage.

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➤ Medizinische Rundum-Versorgung unter einem Dach
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