Steißbeinfistel

Ursachen

Steißbeinfisteln (Pilonidalfisteln) sind Zysten, die sich unter der Haut in der Gesäßfalte bilden. Ursache der Zystenbildung ist in vielen Fällen ein abgebrochenes Haar, das durch Reibung in die Haut gelangt oder dort einwächst. Dieser Fremdkörper wird durch die Bildung einer Zyste abgekapselt und kann sich durch die Keime, die mit dem Haar in die Haut eindringen, stark entzünden. Ein Abszess kann die Folge sein.

Symptome

Steißbeinfisteln können akut und chronisch auftreten. Eine akut entzündete Steißbeinfistel bedarf einer schnellen Behandlung. Chronische Steißbeinfisteln können, wenn es keine Beschwerden gibt, unbehandelt bleiben, beziehungsweise die Behandlung in Ruhe geplant werden. Sie sollten dennoch regelmäßig von einem Mediziner untersucht werden.

Akut entzündete Steißbeinfisteln

Schmerzen im Steißbeinbereich, vor allem beim Sitzen oder in Rückenlage, können auf eine entzündete Steißbeinfistel hinweisen. Der betroffene Bereich und das Gewebe um die Fistel sind druckempfindlich und gerötet. Die Wölbung fühlt sich warm an und schmerzt bei Reibung oder Druck. Wenn sich bereits sogenannte Fistelgänge gebildet haben, kann es in der Gesäßfalte zum Austreten von eiter- oder blutartigen Flüssigkeiten kommen, die unangenehm riechen.

Chronische Steißbeinfisteln

Steißbeinfisteln können auch chronisch auftreten. Hier kommt es nicht sofort zu akuten schmerzhaften Beschwerden. Diese können jedoch jederzeit auftreten. Wenn die Steißbeinfistel schon Gänge entwickelt hat kann es unter Umständen zum Austritt von Wund- und Eitersekret durch die Primäröffnung kommen. Dies muss nicht zwangsläufig mit Schmerzen verbunden sein, sollte jedoch dringend von einem Mediziner untersucht werden. Auch Druckgefühlen in der Region weisen auf eine chronische Steißbeinfistel hin. Um eine schwere Entzündung frühzeitig zu verhindern, wird der Gang zum Chirurgen dringend empfohlen. So können schonende Verfahren, die nur kleine Eingriffe zur Therapie der Fistel erfordern, durchgeführt werden. Dadurch kann eine schmerzhafte Infektion frühzeitig vermieden werden.

Diagnostik

Ein Anamnesegespräch sowie das typische optische Erscheinungsbild einer entzündeten Steißbeinfistel machen die Diagnose einfach und eindeutig. Um die Tiefe der Entzündung auszumachen, wird bei Bedarf eine Knopfsonde in den Fistelgang eingeführt und Gang und Gewebe bis zur entzündeten Zyste ausgetastet.

Therapie

Je nach Schweregrad der Entzündung gibt es verschiedenen Verfahren, eine Steißbeinfistel zu therapieren. Hierbei ist es wichtig, sowohl die Entzündung als auch die Fistelgänge zu behandeln. Verschiedene Verfahren helfen Betroffenen dabei, wieder schmerzfrei sitzen zu können.

  • FiLaC – minimal-invasive Lasertherapie
  • Pit-Picking nach Bascom
  • Operation nach Karydakis